Wirtschaft

Russland auf Ramschniveau Moody's-Rating setzt Moskauer Börse zu

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An Moskaus Börse sinkt der Leitindex RTS um mehr als 5 Prozent.

(Foto: REUTERS)

Empfindlich reagiert der russische Markt auf die Herabstufung von Russlands Kreditwürdigkeit durch die US-Ratingagentur Moody's. Der Leitindex RTS verliert an der Moskauer Börse mehr als fünf Prozent. Zusätzlich belastet noch ein weiterer Umstand.

Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Russlands auf Ramschniveau herabgestuft und schickt damit die Moskauer Börse auf Talfahrt. Der Leitindex RTS verlor bis zu 5,5 Prozent. Am frühen Nachmittag verringert sich der Verlust auf rund 3 Prozent. Auch Russlands Währung bekam etwas ab: Der Dollar kletterte in der Spitze um 3,5 Prozent auf 64,20 Rubel. Bereits gestern waren wegen des schwelenden Konflikts in der Ostukraine russische Anleihen unter Druck geraten.

US-Dollar / Rubel
US-Dollar / Rubel 63,97

Die Ratingagentur hatte am Wochenende mitgeteilt, dass sie die Bonität Russlands nun mit Ba1 nach zuvor Baa3 bewertet. Die Börsen konnten erst heute auf die Herabstufung reagieren, da sie gestern wegen eines Feiertags geschlossen hatten. Russlands Finanzminister Anton Siluanow hatte die Herabstufung als politisch motiviert bezeichnet.

Die Entscheidung begründete Moody's mit der Krise in der Ukraine, dem Preisverfall beim Erdöl und den Wechselkurs des Rubel. Den Ausblick beließ die Agentur bei negativ. Auch die anderen großen Ratingagenturen S&P und Fitch hatten Russlands Bonität zuletzt herabgestuft. Zusätzlich belastet wurden die russischen Märkte von einem schwächeren Ölpreis. WTI und Brent verloren ein beziehungsweise 0,6 Prozent auf 48,94 und 58,48 Dollar je Fass.

Quelle: n-tv.de, kst/rts

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