Wirtschaft

US-Milliardär stichelt wieder Musk hält nichts von der US-Börsenaufsicht

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Elon Musk sorgte in den vergangenen Monaten immer wieder für Negativ-Schlagzeilen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Elon Musk und die US-Börsenaufsicht SEC werden wohl keine Freunde mehr: In einem Interview spricht der US-Milliardär darüber, dass er die SEC nicht respektiert. Es ist nicht das erste Mal, dass er gegenüber der Behörde ausfallend wird.

Milliardär Elon Musk hat erneut öffentlich seine Abneigung gegen die US-Börsenaufsicht "Securities and Exchange Commission" (SEC) deutlich gemacht. "Nur damit das klar ist: Ich respektiere die SEC nicht", sagte er dem Sender CBS. Er respektiere aber das US-Justizsystem und daher auch die Einigung mit der SEC.

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Musk und die SEC hatten Ende September eine Einigung im Streit um eine Twitter-Mitteilung des Tesla-Chefs erzielt. Musk hatte dort Anfang August geschrieben, er fasse einen Rückzug des Elektroautobauers von der Börse ins Auge, und die Finanzierung dafür sei "gesichert". An den Aktienmärkten sorgte die Ankündigung für Unruhe. Musk musste in der Folge als Aufsichtsratschef von Tesla zurücktreten und ebenso wie das Unternehmen der Vereinbarung mit der SEC zufolge 20 Millionen Dollar Geldbuße zahlen.

Außerdem hatte die Börsenaufsicht gefordert, dass die Kommunikation von Musk in den sozialen Netzwerken kontrolliert wird. Im Interview mit CBS sagte Musk jedoch, dass niemand seine Tweets vorher lese, und erinnerte an das Recht auf freie Meinungsäußerung. Danach gefragt, wie er nun sichergehen könne, dass seine Twitter-Äußerungen keine neuen Marktturbulenzen zur Folge hätten, sagte er, jeder mache auch mal Fehler. "Niemand ist perfekt."

Kurz nach der Einigung des US-Justizsystems mit der SEC hatte Musk die Behörde über Twitter als "Shortseller Enrichment Commission" (auf Deutsch: Leerverkäufer-Bereicherungs-Kommission), statt "Securities and Exchange Commission" verspottet. Er warf ihr damit vor, ihr Vorgehen komme destruktiven Finanzspekulanten zugute.

Bei dem Interview mit der CBS stand eigentlich ein anderes Thema im Mittelpunkt: Musk wollte in Los Angeles einen Testtunnel für den sogenannten Hyperloop eröffnen. Schon in der vergangenen Woche wurde das Event allerdings auf den 18. Dezember verschoben. Beim Hyperloop rasen Kapseln durch eine Röhre wie in einer Rohrpost von Stadt zu Stadt. In Los Angeles soll so eine Höchstgeschwindigkeit von 250 Stundenkilometern erreicht werden.

Quelle: n-tv.de, jsc/AFP

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