Wirtschaft

Treffen mit Bewerbern Musk zu Blitz-Besuch in Grünheide

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Tesla will in Grünheide vom kommenden Sommer an Elektroautos herstellen. In einer ersten Stufe sind 500.000 Fahrzeuge im Jahr mit rund 12.000 Mitarbeitern geplant.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bewerbungsgespräche sind bei Tesla anscheinend Chefsache. Deswegen fliegt Elon Musk nur zwei Monate nach seinem jüngsten Deutschlandbesuch wieder nach Grünheide. Er will auf der Baustelle höchstpersönlich Gespräche führen.

Tesla-Chef Elon Musk stattet der Autofabrik-Baustelle in Grünheide bei Berlin einen Spontanbesuch ab. Der Firmenchef landete am Morgen am Flughafen BER. Auf Twitter erklärte Musk, er wolle am Freitag persönlich Bewerbungsgespräche mit Interessenten für Ingenieursstellen in der neuen Fabrik führen. Er forderte Bewerber auf, ihm ihre Unterlagen per E-Mail zu schicken.

Der Chef der Agentur für Arbeit in Frankfurt an der Oder hatte sich in einem Interview mit der "Berliner Zeitung" zuversichtlich geäußert, dass Tesla die für den Beginn der Autoproduktion notwendigen 7000 Mitarbeiter rechtzeitig einstellen könne. Das Unternehmen sei bereit, Quereinsteiger einzustellen und im Werk weiterzuqualifizieren, sagte Jochem Freyer der Zeitung vom Mittwoch. Der Einstiegslohn bei Tesla betrage monatlich rund 2700 Euro brutto.

Tesla will in Grünheide vom kommenden Sommer an Elektroautos herstellen. In einer ersten Stufe sind 500.000 Fahrzeuge im Jahr mit rund 12.000 Mitarbeitern geplant. Im Entwurf für den Bebauungsplan der Gemeinde Grünheide ist schon die Rede von bis zu 40.000 Beschäftigten bei einer möglichen vierten Ausbaustufe.

Die umweltrechtliche Genehmigung für die Fabrik durch das Land Brandenburg steht bisher aus, Tesla baut aber mit mehreren vorläufigen Zulassungen für einzelne Bauschritte. In den Unterlagen für den Bebauungsplan der Gemeinde Grünheide sind bereits weitere Ausbaustufen enthalten. Umweltschützer und Anwohner befürchten durch den Bau negative Folgen für die Natur.

Im Oktober machte die Baustelle wegen unbezahlter Wasserrechnungen Schlagzeilen. Der Wasserverband Strausberg-Erkner hatte daraufhin auf der Baustelle das Wasser abgedreht. Tesla hatte seinen prognostizierten Wasserverbrauch in der Spitze nach Kritik von 3,3 Millionen auf rund 1,4 Millionen Kubikmeter im Jahr gesenkt. Kurz darauf wurde der Projektleiter der Baustelle entlassen. Zur Höhe der ausstehenden Rechnungsbeträge machte der WSE keine Angaben. Demnach seien mehrere Erinnerungen, Mahnungen und eine Sperrandrohung mit 14-tägiger Frist ohne Antwort geblieben. Laut Sprecherin sei die Maßnahme auch als Warnung an den Bauherrn gedacht, es gäbe "keine Sonderregelung für irgendwen".

Quelle: ntv.de, jki/AFP/dpa

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