Wirtschaft

Leerlauf auf Autobahnbaustellen Nachtarbeit könnte Staus reduzieren

Autobahn-Baustelle in NRW

Autobahnbaustellen zur Ferienzeit sind für Urlauber ein Riesen-Ärgernis.

(Foto: Marius Becker/dpa)

586 Sommerbaustellen gibt es in diesem Jahr auf deutschen Autobahnen - aber nur auf 40 von ihnen wird auch nachts gearbeitet. Dabei werden so viele Staus registriert wie nie. Grünen-Chefin Baerbock fordert ein Umdenken bei den Arbeitszeiten.

Einige der Verkehrsprobleme wegen der insgesamt 586 Sommerbaustellen auf deutschen Autobahnen ließen sich offenbar durch andere Arbeitszeiten verringern. Nur auf 40 der Baustellen wurde auch in den Nachtstunden gearbeitet, wie eine Anfrage der Grünen beim Verkehrsministerium von Andreas Scheuer (CSU) ergab, über die der "Spiegel" berichtet.

Nächtliche Bauarbeiten minderten die Bauzeit laut der Bundesanstalt für Straßenwesen um durchschnittlich ein Drittel, räumte das Ministerium demnach ein. Allerdings stünden Nachteinsätzen vielerorts Arbeitsschutz, Lärmschutz und bautechnische Gründe im Wege, zudem bedeute eine "ausreichende Beleuchtung" auch größeren Aufwand.

Für die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock geht diese Rechnung nicht auf. "Die Baustellen sorgen für Riesenärger für Urlauber und verursachen einen immensen volkswirtschaftlichen Schaden für Spediteure und Zulieferer", sagte sie dem Magazin.

Allein im Jahr 2017 wurden in Deutschland 723.000 Staus registriert - mehr als jemals zuvor. Die Länge der Staus summierte sich laut ADAC auf 1,45 Millionen Kilometer.

Wo das rechtlich möglich sei, müsse die Bundesregierung "die Arbeiten während der Nacht vorantreiben" und generell mehr Verkehr auf die Schiene verlagern, forderte Baerbock. Das sei umweltfreundlicher und führe zu weniger Reparaturbedarf auf den Straßen.

Quelle: ntv.de, ddi/AFP

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