Wirtschaft

Hamsterkäufer beruhigen sich Nächste Klopapier-Krise ist überstanden

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Kaum jemand musste auf Zeitungspapier ausweichen.

(Foto: dpa)

Zu Beginn des Teil-Lockdowns sind vielerorts die Regale mit Toilettenpapier leer - wieder einmal. Erinnerungen an die Hamsterkäufe des Frühjahrs werden wach. Doch diesmal beruhigt sich die Lage schnell.

Mit Beginn des Teil-Lockdowns zu Monatsbeginn sind die Hamsterkäufe von ausgewählten Hygieneartikeln und Lebensmitteln in Deutschland abgeebbt. Die Verkaufszahlen für in der Corona-Krise bislang stark nachgefragte Hygieneprodukte wie Seife, Desinfektionsmittel und Toilettenpapier lag vom 2. bis 14. November jeweils deutlich unter denen der beiden Vorwochen, wie eine Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes zeigt.

War etwa der Absatz von Toilettenpapier in der 44. Kalenderwoche noch knapp doppelt so hoch (plus 84 Prozent) wie im Durchschnitt der Vorkrisen-Monate August 2019 bis Januar 2020, so fiel er in der 46. Kalenderwoche sogar geringer aus (minus 13 Prozent).

Die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln war in den ersten beiden Novemberwochen mit plus 58 und plus 51 Prozent zwar weiter klar höher als vor der Corona-Krise. An die drastisch erhöhte Nachfrage aus der Phase vor dem Lockdown im Frühjahr, als es zeitweise einen Zuwachs von 751 Prozent gegeben hatte, reichen die jüngsten Verkaufszahlen aber nicht heran. Auch das unmittelbar vor dem aktuellen Teil-Lockdown erreichte Plus von 104 Prozent wurde nicht erreicht.

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Die Nachfrage nach bestimmten Lebensmitteln hat sich ebenfalls weitgehend normalisiert. Der Absatz von Teigwaren wie etwa Nudeln sank in der 46. Kalenderwoche um 17 Prozent zum Vorkrisenniveau. Der Kauf von Backzutaten wie Mehl (plus 27 Prozent), Zucker (plus 23 Prozent) und Hefe (plus 49 Prozent) blieb jeweils deutlich unter den zuvor beobachteten Veränderungsraten.

"Die Entwicklung der Absatzzahlen der vergangenen vier Wochen könnte darauf hindeuten, dass sich die Verbraucherinnen und Verbraucher in der Phase der wieder stark steigenden Covid-19-Infektionszahlen und unmittelbar vor dem Teil-Lockdown mit Produkten des täglichen Bedarfs eingedeckt haben, um danach seltener einkaufen gehen zu müssen", vermuten die Statistiker.

Quelle: ntv.de, sba/rts