Wirtschaft

Start schon im nächsten Jahr? Nasa vergibt Aufträge für Mond-Lander

dd542f7d0b59f711825be75a2afa451b.jpg

Der Lander des privaten Unternehmens Intuitive Machines in einer Computersimulation.

(Foto: dpa)

Erstmals seit den 1970er Jahren wollen die USA ab 2020 wieder Ausrüstung zum Mond bringen. Den Auftrag sollen mehrere private US-Firmen übernehmen.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat drei private Raumfahrtunternehmen mit dem Bau unbemannter Lander beauftragt. Die landefähigen Raumsonden sollen möglicherweise bereits ab dem kommenden Jahr wissenschaftliche Experimente und Technik zum Mond bringen. So solle der Weg geebnet werden, um gemäß dem selbst gesetzten Ziel bis 2024 wieder US-Astronauten auf den Mond zu bringen, teilte die Nasa mit.

8c31e64411d539bf8e7bde966d07e1c7.jpg

Die Firma Orbit Beyond aus dem US-Bundesstaat New Jerseysoll mit ihrem Gefährt Ladungen auf dem Mond transportieren.

(Foto: dpa)

"Nächstes Jahr wird unsere erste wissenschaftliche und technische Forschung auf der Oberfläche des Mondes sein und das wird uns dabei unterstützen, die erste Frau und den nächsten Mann innerhalb der nächsten fünf Jahre auf den Mond zu schicken", sagte Nasa-Chef Jim Bridenstine.

Die Firma Astrobotic aus Pittsburgh bekommt rund 79,5 Millionen Dollar (etwa 71 Millionen Euro), um bis Juli 2021 bis zu 14 Ladungen zu einem Mondkrater auf der erdzugewandten Seite zu bringen. Die Firma Intuitive Machines aus Houston bekommt 77 Millionen Dollar, um bis zum selben Datum fünf Ladungen zu einem dunklen Fleck namens "Oceanus Procellarum" auf dem Mond zu befördern. Die Firma Orbit Beyond aus dem US-Bundesstaat New Jersey schließlich bekommt 97 Millionen Dollar, um bis September 2020 vier Ladungen in eine Lavaebene in einem Mondkrater zu bringen.

Kostengünstiges Outsourcing

Es wären die ersten US-Raumschiffe auf dem Mond, seit die Astronauten von "Apollo 17" den Erdtrabanten 1972 verließen. Damals hatte die Nasa die Raumschiffe noch selbst entwickelt und gebaut, diesmal hat sich die Raumfahrtagentur für den kostengünstigeren Weg des Outsourcings entschieden.

Die Firmen sind von der Vorbereitung des Starts bis zur Landung auf dem Mond für alles zuständig. Wann welcher Lander genau losfliegen soll, will die Nasa in den kommenden Monaten entscheiden. Die speziellen Raumsonden könnten unter anderem einen möglichen Ort für eine bemannte Mondlandung erforschen.

"Diese Lander sind nur der Anfang einer aufregenden kommerziellen Zusammenarbeit, die uns näher dahin bringen wird, viele wissenschaftliche Geheimnisse des Mondes, unseres Sonnensystems und darüber hinaus zu erfahren", sagte Nasa-Manager Thomas Zurbuchen. "Was wir lernen werden, wird nicht nur unsere Sicht auf das Universum verändern, sondern auch den Weg für bemannte Missionen zum Mond und schließlich auch zum Mars vorbereiten."

Quelle: n-tv.de, sba/dpa

Mehr zum Thema