Wirtschaft

Absatzprobleme in Europa Nissan will 10.000 Stellen streichen

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Wirtschaftlich angeschlagen? Nissan plant offenbar weiteren Stellenabbau.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verkauft Nissan 5,5 Millionen Autos. Dennoch bricht der Gewinn ein, die Prognosen fallen düster aus. Deshalb will der japanische Autobauer wohl erneut tausende Jobs streichen.

Der japanische Autobauer Nissan plant offenbar den Abbau von 10.000 weiteren Stellen weltweit. Das Unternehmen werde die Maßnahme voraussichtlich am Donnerstag bekanntgeben, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo News unter Berufung auf Unternehmenskreise.

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Nissan steht nach Umsatzrückgängen in den USA und Europa wirtschaftlich unter Druck. Bereits im Mai hatte das Unternehmen angekündigt, 4800 seiner insgesamt 139.000 Arbeitsplätze weltweit zu streichen.

Nissan hat im abgelaufenen Geschäftsjahr so wenig Gewinn erwirtschaftet wie seit fast zehn Jahren nicht mehr. Zur Begründung hatte das Unternehmen auf ein zuletzt "schwieriges wirtschaftliches Umfeld" und die Folgen der Affäre um den ehemaligen Aufsichtsratschef Carlos Ghosn verwiesen. Auch für das laufende Jahr gab Nissan bei der Vorstellung seiner Geschäftszahlen im Mai eine düstere Prognose ab.

Nissan verkaufte im abgelaufenen Geschäftsjahr 5,5 Millionen Autos. Der Absatz in den USA ging um mehr als neun Prozent zurück, in Europa sogar um knapp 18 Prozent.

Quelle: ntv.de, bad/AFP