Wirtschaft

Aufschub für Firma in Schweiz Nord Stream 2 bleibt Insolvenz vorerst erspart

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Schon Anfang März hatte die Volkswirtschaftsbehörde im Schweizer Kanton Zug von einem bevorstehenden "Konkurs" gesprochen.

(Foto: REUTERS)

Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine stoppt die Bundesregierung das Genehmigungsverfahren für die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2. Die Firma hinter dem Projekt muss daraufhin alle ihre Mitarbeiter entlassen. Eine Insolvenz hingegen kann das Unternehmen nun erst einmal abwenden.

Das Unternehmen hinter der russischen Gas-Pipeline Nord Stream 2 hat eine Insolvenz vorerst abgewendet. Nord Stream 2 mit Sitz im Schweizer Kanton Zug erhielt vom Kantonsgericht eine provisorische Nachlassstundung bis zum 10. September dieses Jahres, wie aus einem neuen Eintrag im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) hervorgeht. Ebenfalls wurde ein provisorischer Sachwalter benannt.

Bei einer Nachlassstundung gewährt ein Gericht nach Angaben von Rechtsanwälten einem Unternehmen mit Zahlungsschwierigkeiten zunächst eine provisorische Stundung. Das Gericht erlasse gleichzeitig Maßnahmen, um den Erhalt von noch vorhandenem Vermögen sicherzustellen. Mithilfe des Sachwalters sollen die Aussichten auf einen Nachlassvertrag geprüft werden.

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Nord Stream 2 ist eine Tochtergesellschaft des russischen Gaskonzerns Gazprom und hat ihren Hauptsitz in Zug gut 30 Kilometer südlich von Zürich. Die durch die Ostsee verlegte und fertig gestellte Pipeline sollte russisches Gas nach Deutschland bringen. Die Bundesregierung hatte das Genehmigungsverfahren für Nord Stream 2 angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf Eis gelegt.

Die USA verhängten Sanktionen gegen die Nord Stream 2 AG und untersagten damit weitere Geschäfte mit dem Unternehmen. Schon Anfang März hatte die Zuger Volkswirtschaftsbehörde von massiven Zahlungsschwierigkeiten infolge der gegen Nord Stream 2 verhängten Sanktionen und von einem bevorstehenden "Konkurs" gesprochen. Die gut 100 Mitarbeiter in Zug wurden zu dem Zeitpunkt entlassen.

Quelle: ntv.de, mbe/dpa

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