Wirtschaft

Chance für Kaiser's Tengelmann Norma zieht Klage zurück

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Tengelmann-Chef Haub hat den Prozess zur Zerschlagung von Kaiser's bereits eingeleitet.

(Foto: REUTERS)

Das Bieterverfahren für den Einzelverkauf von Filialen - und damit die Zerschlagung von Kaiser's Tengelmann - hat bereits begonnen. Doch nun gibt es überraschend neue Hoffnung, dass die Kette im Ganzen verkauft und die Arbeitsplätze erhalten bleiben könnten.

In den festgefahrenen Streit um die Zukunft von Kaiser's Tengelmann kommt doch noch Bewegung. Die Discount-Kette Norma werde ihre Beschwerde gegen die Ministererlaubnis zurückziehen, teilte Tengelmann mit. Darauf habe sich Konzernchef Karl-Erivan Haub mit dem Norma-Vorstand verständigt. 

Damit ist der Weg für die Übernahme der angeschlagenen Supermarktkette durch Edeka aber trotzdem nicht frei. Denn neben Norma haben auch Rewe und Markant Beschwerde gegen die Ausnahmegenehmigung eingelegt. Damit die Ausnahmegenehmigung risikolos vollzogen werden könnte, müssten auch sie ihre Klage zurückziehen. Ein Vollzug der Ministererlaubnis würde den 15.000 Beschäftigten von Kaiser's Tengelmann eine fünfjährige Arbeitsplatzgarantie bescheren.

Über die Details der Verständigung wurde laut Tengelmann Stillschweigen vereinbart. Ausschlaggebend für die Einigung sei vor allem der Umstand gewesen, "dass angesichts des fortschreitenden Niedergangs von Kaiser's Tengelmann nur noch eine zeitnahe Gesamtübernahme, wie sie die Ministererlaubnis vorsieht, alle Arbeitsplätze sichern kann", heißt es in der Tengelmann-Erklärung.

"Die soziale Verantwortung gebietet es, einer solchen Lösung nicht im Wege zu stehen, wenn die daraus entstehenden möglichen Nachteile anderweitig ausgeglichen werden können", sagte Haub demnach. "Dies ist uns gelungen und ich hoffe, dass dies auch mit den beiden übrigen Beschwerdeführern gelingt."

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa

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