Wirtschaft

Gutes Quartalsergebnis Norwegischer Staatsfonds wächst solide

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860 Milliarden Euro aus den Rohstoffeinnahmen verwaltet der Fonds.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der norwegische Staatsfonds verwaltet die gewaltigen Öl- und Gaseinnahmen des Landes. Im ersten Quartal fiel der Wertzuwachs ordentlich aus. Doch die Manager nutzen die Ergebnisvorlage für eine Ermahnung der Unternehmen.

Der weltgrößte Staatsfonds, der rund 860 Milliarden Euro schwere NBIM aus Norwegen, hat in den ersten drei Monaten - gemessen in Norwegischen Kronen - das drittbeste Quartalsergebnis seiner Geschichte erwirtschaftet. Die Rendite belief sich zwischen Januar und Ende März auf 3,8 Prozent, wie der Fonds mitteilte. Damit betrug der Wertzuwachs der Anlagen rund 32,5 Milliarden Euro. Allein im März fiel die Rendite höher aus als der Zufluss. Im Quartal zuvor hatte sich das Plus noch auf 2,17 Prozent belaufen.

Zum Ende des Quartals waren den Angaben zufolge rund 64,6 Prozent des Vermögens in Aktien investiert. Knapp ein Drittel entfiel auf festverzinsliche Papiere, der Test auf Immobilien.

Unterdessen forderte der Fonds von Unternehmen weltweit mehr Transparenz bei ihren Steuerzahlungen. Dazu gehöre unter anderem die öffentliche Bekanntgabe, wie viel Abgaben die Firmen in welchen Ländern zahlen, hieß es. Zudem sollten Steuern dort entrichtet werden, wo die Gewinne anfielen. Der NBIM verlangte von den Konzernen ferner eine Reform der Manager-Vergütung.

Der Fonds Norges Bank Investment Management (NBIM), der die riesigen Einnahmen Norwegens aus der Öl- und Gasförderung anlegt, reagierte damit auf Forderungen des Parlaments. Dieses hatte den Fonds 2016 aufgerufen, sich mehr im Kampf gegen Steueroasen zu engagieren. Der NBIM hat sein Geld weltweit in rund 9000 Unternehmen angelegt und gehört damit zu den einflussreichsten Investoren überhaupt.

Quelle: n-tv.de, jwu/rts

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