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Shoppen offline Onlinehändler Zalando will Läden eröffnen

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Genuss sofort?: Zalando denkt über Filialen auf den Shoppingmeilen europäischer Metropolen nach.

picture alliance / Sebastian Kah

Zalando will neue Wege im Handel gehen. Für Berlin, London oder Paris prüft das Internetkaufhaus Läden in den Innenstädten. Das Unternehmen hat zuletzt zwar deutlich mehr umgesetzt, beim Gewinn aber enttäuscht.

Europas größter Online-Modehändler Zalando erwägt in Städten wie Berlin, London und Paris, Geschäfte zu eröffnen. "In den Metropolen haben wir regelrechte Fans, die viel Zeit bei uns verbringen und viel bestellen. Für die könnte es interessant sein, die Marke auch offline zu erleben", sagte Zalandos Co-Vorstandschef Rubin Ritter dem "Manager Magazin".

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Zudem prüfe Zalando den Einsatz von 3-D-Druckern. "Es wäre ein Riesenvorteil, wenn wir in Berlin den jeweiligen Bestseller-Sneaker nachdrucken könnten", sagte Ritter. Denkbar sei eine neue Fabriksparte, die 3-D-Drucke für kleinere und mittlere Modemarken anbietet.

Das Berliner Unternehmen hatte zuletzt trotz des erneut deutlichen Umsatzanstiegs beim Gewinn enttäuscht. Zalando will in diesem Jahr kräftig investieren. Dass sich der Online-Händler alle Optionen im Handel offen hält, ist längst bekannt. 2015 kaufte er bereits die in Berlin ansässige Modemesse "Bread&Butter" und machte damit laut Ritter den ersten Schritt hin zu einem über den Internethandel hinausgehenden Angebot.

Aktuell soll das Unternehmen in Düsseldorf nach einer geeigneten Immobilie suchen, um ein Outlet zu eröffnen. Das berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf Immobilienexperten. Demnach sucht der Modehändler nach einer Fläche von 1000 bis 1200 Quadratmetern, das nicht unbedingt in Toplage liegen muss, weil es von Kunden gezielt aufgesucht wird. Es sollen schon Gespräche über konkrete Standorte stattgefunden haben, heißt es. Zalando sprach von einem "Branchen-Gerücht". Für Zalando wäre es das vierte Outlet-Geschäft. Die Berliner haben bereits Filialen in Berlin, Frankfurt und Köln.

Das 2008 gegründete Unternehmen verkauft online etwa 1500 Marken in 15 Ländern.

Quelle: n-tv.de, ddi/rts

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