Wirtschaft

Trotz Öffnung vieler Geschäfte Onlinehandel legt weiter deutlich zu

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Den jeweils stärksten Anstieg zum Vormonat erzielen Onlinehändler regelmäßig im November - etwa durch Aktionen wie den "Black Friday".

(Foto: dpa)

Als dauerhaften Gewinner der Corona-Krise bezeichnet das Statistische Bundesamt den Internet- und Versandhandel. Die Branche wächst und wächst, und das, obwohl der stationäre Einzelhandel nach monatelangem Lockdown wieder geöffnet wurde. Die Läden vor Ort wiederum können kaum profitieren.

Auch nach der Wiedereröffnung vieler Geschäfte im Frühjahr wächst der Onlinehandel weiter deutlich stärker als der stationäre Einzelhandel. Von Mai bis September dieses Jahres legten die Einzelhändler im Internet beim Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 8,8 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt berichtete. In derselben Spanne stagnierten beim Handel in Verkaufsräumen die Erlöse mit einem leichten Minus von 0,2 Prozent. Die Geschäfte haben also kaum von der Wiedereröffnung nach dem monatelangen Lockdown profitiert.

Im Vergleich zum Vorkrisenjahr erzielten die stationären Händler 2021 zwar ein Umsatzplus von 2,9 Prozent, blieben damit aber deutlich hinter dem Onlinehandel zurück, der einen Zuwachs von 36 Prozent verbuchen konnte. Damit setzte sich ein Trend fort, der bereits seit 2015 deutlich ablesbar ist. Die Corona-Krise hat dabei in den Jahren 2020 und 2021 die Entwicklung beschleunigt.

Im Gesamtjahr 2020 lagen die Umsätze im Onlinehandel demnach um 23,8 Prozent über denen des Jahres 2019. Von 2015 bis 2019 war das Umsatzwachstum in dieser Branche mit einer durchschnittlichen Rate von 9,5 Prozent pro Jahr noch deutlich gemäßigter ausgefallen. Im Vergleich dazu verbuchten die Einzelhändler in Verkaufsräumen auch schon vor der Corona-Pandemie geringere Umsatzsteigerungen: Die durchschnittliche Wachstumsrate betrug von 2015 bis 2019 lediglich 1,9 Prozent; im Jahr 2020 lag das Umsatzplus gegenüber 2019 bei 1,2 Prozent.

"Der Internet- und Versandhandel ist dauerhafter Gewinner der Corona-Krise", folgert das Statistikamt. Den jeweils stärksten Anstieg zum Vormonat erzielen die Onliner regelmäßig im November, wenn die Rabattaktionen am "Black Friday" und "Cyber Monday" das vorweihnachtliche Geschäft anheizen.

Quelle: ntv.de, mbe/dpa/AFP

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