Wirtschaft

Nach 30-Prozent-Preissturz Opec steht vor Senkung der Ölförderung

Seit Anfang Oktober ist der Ölpreis um gut 30 Prozent gefallen. Ein Grund dafür: Steigende Fördermengen in den USA. Die Opec könnte nun gegensteuern, Omans Ölminister rechnet mit einer Drosselung des Kartells. Aber wie hoch wird sie ausfallen?

Russland und Saudi-Arabien wollen die Bemühungen der Opec zur Stabilisierung der Ölmärkte verstärken. Russland habe aber noch nicht entschieden, wie stark man die Produktion kürzen werde, sagte Russlands Präsident Wladimir Putin am Wochenende.

Am Donnerstag und Freitag steht in Wien das Treffen der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und der wichtigen Nichtmitglieder wie Russland an. Sie werden darüber entscheiden, ob Produktionsbeschränkungen notwendig sind, nachdem der Ölpreis seit Anfang Oktober aufgrund des Überangebots erheblich gefallen ist.

Derweil geht der omanische Ölminister Mohammed bin Hamad Al-Rumhy davon aus, dass die Opec bei ihrer Beratung die Fördermenge senken wird. Auf die Frage, ob er erwartet, dass es einen Konsens für eine Drosselung gibt, antwortete er: "Ich glaube schon, ja." Oman sei bereit, sich der Entscheidung der Opec und ihrer Verbündeten für eine mögliche Kürzung anzuschließen.

Opec-Präsident verbreitet Optimismus

"Wir haben eine Vereinbarung zur Verlängerung unseres Abkommens", sagte Putin am Wochenende nach einem Treffen mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed Bin Salman auf dem G20-Gipfel in Argentinien und fügte an, es gebe aber noch keine endgültige Entscheidung über die Volumina.

Die Berater der Opec würden empfehlen, im kommenden Jahr die Förderung um 1,3 Millionen Barrel täglich zu senken, sagten mit der Situation vertraute Personen. Russland, das zwar kein Opec-Mitglied ist, aber die Produktion mit dem Kartell koordiniert, will nach Aussage eines Informanten eine schwächere Produktionsdrosselung.

Aussagen von Opec-Präsident Suhail Al Mazroui schürten die Hoffnung, dass eine Übereinkunft erreicht werden könnte. "Ich bin optimistisch, dass wir eine gute Lösung und eine gute Einigung erzielen werden, die Förderung nach unten anzupassen und die Produktion zu reduzieren", sagte er laut Bloomberg News.

Russland, Saudi-Arabien und die USA liefern sich mit einer Produktion von jeweils rund zehn Millionen Barrel pro Tag ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel des weltgrößten Ölförderers. Wegen Spekulationen auf eine Abkühlung der Weltwirtschaft und der kontinuierlich steigenden Fördermengen in den USA ist der Ölpreis seit Anfang Oktober um gut 30 Prozent gefallen.

Quelle: n-tv.de, wne/bad/DJ/rts

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