Wirtschaft

Halbe Million Menschen ohne Job Österreich hat massives Arbeitslosenproblem

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Neben Hunderttausenden Arbeitslosen, befinden sich 1,3 Millionen Österreicher in Kurzarbeit.

(Foto: imago stock&people)

Die Corona-Krise trifft auch die Wirtschaft im Nachbarland Österreich hart. Über eine halbe Million Menschen sind derzeit arbeitslos gemeldet. Neue Lockerungen sollen die Lage jedoch entspannen.

In Österreich hat die Corona-Krise den Arbeitsmarkt im Mai mit voller Wucht getroffen. Dank der schrittweisen Lockerungen flache die Arbeitslosenkurve aber seit dem Höhepunkt Mitte April ab, sagte Arbeitsministerin Christine Aschbacher. Ende des Monats waren 517.221 Menschen arbeitslos gemeldet oder in Schulungen. Das waren um 50,7 Prozent oder 174.084 Personen mehr als im Mai 2019. Über 1,3 Millionen Arbeitnehmer befanden sich in Kurzarbeit. Die meisten Jobsuchenden gab es im Tourismus und in der Baubranche.

Gegenüber April flache die Arbeitslosenkurve hingegen ab, sagte die Arbeitsministerin. Der Höchststand Mitte April lag bei 588.000 Arbeitslosen. "Die letzten Wochen gehen in die richtige Richtung." Österreich hatte im Mai mit einem schrittweisen Hochfahren der Wirtschaft begonnen, was zu einer teilweisen Entspannung geführt habe. Die Zahl der in Kurzarbeit befindlichen Menschen sei mit über 1,3 Millionen hingegen fast unverändert. Das staatlich geförderte Arbeitsmodell wurde zuletzt um weitere drei Monat bis September verlängert.

In Österreich können durch umgesetzte Lockerungen immer mehr Wirtschaftszweige die Arbeit wieder aufnehmen. Mittlerweile haben die Hotels wieder geöffnet, kulturelle Veranstaltungen mit bis zu hundert Menschen sind wieder erlaubt. Auch die städtischen Museen in Wien öffnen wieder ihre Tore. Ab dem 15. Juni fällt die Pflicht zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes in der Öffentlichkeit großteils; die Sperrstunde in der Gastronomie wird auf 01.00 Uhr ausgeweitet und die Begrenzung auf vier Personen pro Tisch aufgehoben.

Quelle: ntv.de, mba/rts/AFP