Wirtschaft

Zusatzkosten für Onlinehändler Paketdienste nehmen Weihnachtszuschlag

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Je näher Weihnachten rückt, desto mehr Pakete werden versendet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Weil vor Weihnachten wesentlich mehr Pakete durch Deutschland gefahren werden müssen, steigen die Kosten bei den Zustellern. Die werden dieses Jahr immer öfter an die Händler weitergegeben. Ob auch Kunden betroffen sind, ist noch unklar. Ein Unternehmen beteiligt sich derweil nicht an der Aktion.

Viele deutsche Paketdienste verlangen in diesem Jahr von Onlinehändlern und anderen gewerblichen Versendern Zuschläge für Sendungen in der Weihnachtszeit. In den Wochen vor dem Fest würden deutlich mehr Pakete zugestellt als im Jahresdurchschnitt. Das verteuere die Zustellung erheblich, begründete Peter Rey vom Paketdienst DPD den Schritt.

DPD verlangt nach Angaben des Sprechers von Geschäftskunden in der Regel rund 75 Cent mehr pro Paket. Der Konkurrent UPS verteuert im Weihnachtsgeschäft nach eigenen Angaben insbesondere Pakete, die besonders groß oder schwer sind. Auch Hermes erhebe bis Jahresende einen sogenannten Peak-Zuschlag, berichtete die "Wirtschaftswoche". Das gelte auch für Retouren, so die Firma. Der Marktführer, Deutsche Post DHL, will dagegen auf Weihnachtszuschläge verzichten.

Ob die Endkunden beim Online-Geschenke-Shopping etwas von den Preisaufschlägen zu spüren bekommen, ist ungewiss. Denn jeder Händler muss für sich entscheiden, ob er den Preisaufschlag der Paketdienste an seine Kunden weitergibt.

Die ständig wachsende Flut der Sendungen gerade zu Weihnachten stellt die Paketdienste seit Jahren vor große Herausforderungen. Die Post rechnet damit, an den arbeitsreichsten Tagen vor dem Fest in diesem Jahr rund elf Millionen Pakete pro Tag ausliefern zu müssen. Das sind mehr als doppelt so viele wie an normalen Tagen. Die meisten Paketdienste stellen daher in großem Stil Aushilfen ein.

Allein die Post wird vor dem Fest rund 10.000 Zusatzkräfte beschäftigen, Konkurrent DPD rund 4000, Hermes laut "Wirtschaftswoche" mehr als 6000. Laut einer Studie der Unternehmensberatung bekommt in Europa niemand mehr Pakete als die Deutschen. Mit durchschnittlich 24 Paketen pro Person und Jahr liegen sie damit im globalen Maßstab auf Platz 2 hinter Versandweltmeister China. Das setzt Versanddienstleister und deren Mitarbeiter zunehmend unter Druck.

Quelle: ntv.de, lwe/dpa