Wirtschaft

Aktie gibt deutlich nach Paypal kassiert Prognose

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Im abgelaufenen zweiten Quartal wuchs der Umsatz von Paypal etwas schwächer als von Analysten vorhergesagt.

(Foto: REUTERS)

Bislang gehörten die Aktionäre von Paypal zu den Gewinnern dieses Jahres. Doch nun korrigiert der Zahlungsvermittler seine Umsatzprognose und versetzt Investoren in Aufruhr. Dabei können sich die Geschäftszahlen im zweiten Quartal sehen lassen.

Der Online-Bezahldienst Paypal hat seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2019 gesenkt. Die Einnahmen dürften zwischen 14 und 15 Prozent auf 17,6 bis 17,8 Milliarden Dollar steigen, teilte das US-Unternehmen mit. Bislang war es von bis zu 18,1 Milliarden Dollar ausgegangen.

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Verzögerungen bei der Integration von Produkten und andere Gründe führten dazu, dass der bisherige Ausblick außer Reichweite sei, so die Begründung des Zahlungsvermittlers. Investoren reagierten darauf verschreckt, die Paypal-Aktie gab im nachbörslichen US-Handel vier Prozent auf 116,30 US-Dollar nach. Im bisherigen Jahresverlauf hat die Aktie allerdings gut 44 Prozent zugelegt.

Im abgelaufenen zweiten Quartal wuchs der Umsatz um zwölf Prozent auf 4,31 Milliarden Dollar und damit etwas schwächer als von Analysten vorhergesagt. Der Gewinn stieg laut Mitteilung um 56 Prozent auf 823 Millionen Dollar. Bereinigt verdiente das Unternehmen 86 Cent je Aktie, ein Zuwachs von 47 Prozent. Analysten hatten weniger erwartet.

Erhebliche Kürzungen an Berliner Standort

Die frühere Tochter des Internet-Auktionshauses Ebay wickelt seit Ende der 90er Jahre Online-Zahlungen ab. PayPal profitiert seit längerem vom zunehmenden Handel im Internet. Dennoch wurde in Deutschland Ende Juni bekannt, dass das Unternehmen 309 von aktuell 355 Stellen am Berliner Standort in Wilmersdorf streichen will. Demnach sollen bisherige Tätigkeitsfelder an andere Standorte verlegt beziehungsweise externen Dienstleistern übergeben werden.

Mike Döding von der Gewerkschaft Verdi sagte über die Pläne Paypals der "Bild"-Zeitung: "Nach unseren Berechnungen ist der Standort rentabel." Die Kosten könnten also nicht ursächlich für die Umstrukturierung in Berlin sein. Stattdessen spreche einiges dafür, dass der Konzern den Hals nicht voll kriege "und an Standorte auslagern will, an denen es noch billiger geht", so Döding weiter.

Quelle: n-tv.de, fzö/rts/DJ

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