Wirtschaft

Konzernumbau trägt Früchte Peugeot macht nach Jahren wieder Gewinn

Produktionshalle von PSA Peugeot Citröen in Trnava in der Slowakei: Von den derzeit 45 Modellen des französischen Autobauers sollen nur 26 erhalten bleiben. Foto: Thomas Hudcovic

Von ursprünglich 45 Modellen von Peugeot sollen nur 26 erhalten bleiben.

(Foto: dpa)

Frankreichs größter Autobauer Peugeot steckt seit Jahren in der Krise. Konzernchef Tavares spart eisern und holt zudem einen neuen Großinvestor an Bord. Auch äußere Einflüsse kommen dem Unternehmen zuletzt zugute.

Der französische Autohersteller PSA Peugeot Citroen hat im ersten Halbjahr erstmals seit 2011 wieder einen Gewinn erzielt. Dabei profitierte der Konzern von höheren Preisen, günstigen Wechselkursen und Sparmaßnahmen. "Wir kommen schneller voran als geplant", sagte Finanzchef Jean-Baptiste Chatillon mit Verweis auf das laufende Restrukturierungsprogramm, das im vergangenen Jahr gestartet war. Der Gewinn im ersten Halbjahr dieses Jahres betrug 571 Millionen Euro nach einem Verlust von 114 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz kletterte um 6,9 Prozent auf 28,9 Milliarden Euro.

PEUGEOT
Peugeot 15,30

Die Neuausrichtung des Unternehmens trägt damit Früchte. Der größte französische Autokonzern, der im Vergleich zu seinen Konkurrenten sehr stark vom Heimatmarkt abhängig ist, hat schwere Zeiten hinter sich. Nach einer jahrelangen Durststrecke konnten die Franzosen vor gut einem Jahr mit dem Einstieg der chinesische Dongfeng Motor Group und einer milliardenschweren Kapitalerhöhung eine Wende einleiten.

Erst im vergangenen Jahr hat China Frankreich als wichtigsten Markt für Peugeot abgelöst. Außer von den verbesserten Erlösen in Fernost profitierte der Konzern von dem sich erholenden Automarkt in Europa.

PSA-Chef Carlos Tavares hat zudem angekündigt, die Modellpalette um fast die Hälfte zu verkleinern, um die Kosten in den Griff zu bekommen. Die operative Marge im Automobilgeschäft stieg auf 5 Prozent und lag damit deutlich höher als der Zielwert von 2 Prozent, der am Ende des Dreijahresplans erreicht werden sollte. Ein Drittel dieses Profitabilitätsanstiegs war laut Chatillon auf externe Faktoren wie Wechselkurse und niedrigere Öl- und Rohmaterialpreise zurückzuführen.

Quelle: ntv.de, mbo/rts/DJ