Wirtschaft

Neuer Chef-Ökonom für die EZB Philip Lane soll Draghi beraten

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Irlands Mann für die Geldpolitik: Philip R. Lane.

REUTERS

Die Finanzminister der Eurozone legen sich fest: Bei der Suche nach einem Nachfolger für den Posten des Chefsvolkswirts der Europäischen Zentralbank sprechen sie sich ohne Gegenstimme für ihren Wunschkandidaten aus. Eine Ire soll EZB-Chef Draghi beraten.

Die Finanzminister der Euro-Länder haben den irischen Zentralbankgouverneur Philip Lane als Kandidaten für den im Mai neu zu besetzenden Posten des Chefvolkswirts der Europäischen Zentralbank (EZB) nominiert. Das gab EU-Kommissionsvizechef Valdis Dombrovskis bekannt.

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Sie kennen sich aus dem geldpolitischen Rat der EZB: Mario Draghi und Philip Lane.

(Foto: CLODAGH KILCOYNE)

"Der Beschluss in der Eurogruppe wurde einstimmig gefasst", sagte Dombrovskis in Brüssel bei seinem Eintreffen zu Beratungen aller Finanzminister der Europäischen Union (EU) im so genannten Ecofin-Rat. "Ich erwarte Unterstützung heute im Ecofin", sagte Dombrovskis. "Ich denke, er hat wirklich die richtigen Qualifikationen für den Posten."

Die Eurogruppe hatte sich bereits am Vortag mit der Personalie befasst. Der 49-jährige Lane ist einziger Kandidat für die Nachfolge des bisherigen EZB-Chefvolkswirts Peter Praet. Endgültig entscheiden die EU-Staats- und Regierungschefs aber erst bei ihrem Gipfel am 20. und 21. März über die Nachbesetzung.

Irland ist der einzige der elf Gründungsstaaten der Eurozone, der bisher noch keine Position im EZB-Direktorium besetzt hat. Die Regierung in Dublin hatte Lane vergangenes Jahr schon für den Posten des EZB-Vize ins Spiel gebracht, den aber der Spanier Luis de Guindos erhielt.

Philip R. Lane ist seit November 2015 Chef der irischen Zentralbank ("Central Bank of Ireland"). Seine Amtszeit dauert regulär noch bis Ende 2022. Vor seiner Zeit bei der Notenbank in Dublin war er unter anderem als Professor für politische Ökonomie am Trinity College in Dublin sowie als wirtschaftswissenschaftlicher Berater für IWF, Weltbank, OECD und die EU-Kommission tätig.

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Quelle: n-tv.de, mmo/DJ