Wirtschaft

Logistiklager vorstellbar Plant Musk neues Projekt in Deutschland?

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In Grünheide sollen jährlich rund 500.000 Tesla-Fahrzeuge hergestellt werden.

(Foto: imago images/Christian Thiel)

Tesla-Chef Elon Musk scheint Gefallen an Deutschland gefunden zu haben. Eine Auto- und eine Batteriefabrik sollen bereits in der Nähe von Berlin entstehen, ein weiteres Projekt des Autobauers könnte bald dazukommen.

Tesla-Chef Elon Musk schließt den Bau eines Logistiklagers in Deutschland nicht aus. Auf die Frage eines Twitter-Nutzers, ob es nicht ein derartiges Lager für Europa in Deutschland geben könne, antwortete Musk: "Vielleicht". Der weltgrößte Elektroautohersteller baut derzeit in Grünheide bei Berlin sein erstes Werk in Europa.

Ursprünglich wollte Tesla die Produktion in diesem Sommer starten. Musk hat davon jüngst Abstand genommen und im Gespräch mit Reuters TV bei einem Besuch der Baustelle im Mai erklärt: "Aktuell sieht es danach aus, dass wir mit der Herstellung Ende des Jahres beginnen können."

Das US-Unternehmen will auch eine Batteriefabrik in Brandenburg errichten und hat deswegen den Genehmigungsantrag für den Bau der Autofabrik erweitert und eingereicht, wie das zuständige Landesamt für Umwelt am Donnerstag mitteilte. In den nächsten Tagen werde entschieden, ob die Öffentlichkeit erneut beteiligt werden müsse.

Die Batteriefabrik soll auf dem Tesla-Areal in Grünheide in direkter Nähe zur Autofabrik entstehen. Außerdem plant Tesla eine Erweiterung des Presswerks durch zwei weitere Presslinien. Der Karosseriebau wird dem Antrag zufolge auf eine Fertigungslinie reduziert. Ebenfalls neu hinzukommen Fertigungsschritte zur Herstellung und Lackierung von Kunststoffbauteilen wie Stoßstangen- und Rückspiegelabdeckungen.

Tesla will in Grünheide jährlich rund 500.000 Exemplare der kompakten Fahrzeugreihen Model 3 und Model Y bauen. Für den Bau der Autofabrik fehlt bisher die endgültige umweltrechtliche Genehmigung über das Bundesimmissionsschutzgesetz. Tesla baut deshalb mit vorzeitigen Zulassungen. Der Zeitpunkt für die endgültige Entscheidung ist unklar.

Quelle: ntv.de, mba/rts/dpa

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