Wirtschaft

Auch dank Ghostbusters-Figuren Playmobil macht ordentlich Plus

Zwei Figuren von Playmobil, die die Charakteren Winston Zeddemore und Dana Barrett aus dem Film Ghostbusters darstellen sollen, stehen am 01.02.2017 in Nürnberg (Bayern) auf der 68. Internationalen Spielwarenmesse am Stand des deutschen Unternehmens «geobra Brandstätter» neben ihrem Fahrzeug «Ecto-1». Die weltweit größte Spielwarenmesse dauert vom 1. bis 6. Februar 2017. Foto: Daniel Karmann/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Die Geisterjäger Winston Zeddemore und Janine Melnitz aus den Ghostbusters-Filmen im Kleinformat - als Playmobil-Figuren.

(Foto: dpa)

Ob Polizist, Ritter oder Bauarbeiter - Playmobil-Figuren halten Brandstätter auf Wachstumskurs. 2017 macht die Spielzeugfirma elf Prozent mehr Umsatz, auch dank der Filmfiguren aus "Ghostbusters". Jetzt schaut das fränkische Unternehmen nach Asien.

Das Lizenzgeschäft mit Spielfiguren aus beliebten Kinofilmen und der digitale Ausbau halten den Playmobil-Hersteller Brandstätter auf Wachstumskurs. Mit der Marke Playmobil erzielte das fränkische Unternehmen im vergangenen Jahr weltweit einen Umsatz von 679 Millionen Euro - ein Plus von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der gesamte Umsatz lag bei 741 Millionen Euro, wie die Brandstätter-Gruppe in einer Presseerklärung mitteilte - wenige Tage vor der Spielwarenmesse in Nürnberg. Angaben zum Ergebnis wurden nicht gemacht. Zu dem Unternehmen gehört auch der Pflanzengefäß-Hersteller Lechuza.

Im vergangenen Jahr sei es gelungen, Playmobil breiter und digitaler aufzustellen, sagte Vorstandssprecher Steffen Höpfner. Impulsgeber seien dabei Lizenzprodukte aus dem Actionfilm-Klassiker "Ghostbusters" und der Animationsfilm-Reihe "Drachenzähmen leicht gemacht" gewesen.

Nordamerika bleibt wichtigster Zielmarkt

Auch dieses Jahr will das Unternehmen auf Lizenzpartnerschaften setzen. Unter anderem werde das Sortiment um eine Serienlizenz für die Pferde-Animationsserie "Spirit: wild und frei" ergänzt. Und in der Firmenzentrale in Zirndorf denke man über rein digitale Produkte und Dienstleistungen nach.

Das Unternehmen will zudem neue Märkte erschließen. Interessant sei dabei etwa der asiatische Raum, erklärte Höpfner. Im vergangenen Jahr habe die Gruppe begonnen, dort Vertriebsstrukturen aufzubauen. Nordamerika bleibe zudem ein wichtiger Zielmarkt. Zur Frage, ob sich die Insolvenz der US-Spielwarenkette Toys R Us auch auf Brandstätter ausgewirkt habe, wollte sich Höpfner nicht näher äußern. Man setze auch weiterhin auf die Zusammenarbeit mit Toys R Us, hieß es.

Der Spielwarenhersteller war nach dem Tod von Firmengründer Horst Brandstätter im Jahr 2015 in ein Stiftungsmodell überführt worden. Nach einer Führungskrise wird das Unternehmen seit Dezember 2016 von Höpfner geleitet. Weltweit beschäftigt die Gruppe bei der Marke Playmobil mehr als 4400 Mitarbeiter.

Quelle: ntv.de, ca/dpa

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