Wirtschaft

Wahl in den Aufsichtsrat Post-Chef Appel mischt bei Adidas mit

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Postchef Frank Appel zieht als Nachfolger von Stefan Jentzsch in den Aufsichtsrat von Adidas ein.

(Foto: picture alliance / Maurizio Gamb)

Bislang hat Frank Appel lediglich die Geschicke der Deutschen Post gelenkt. Nun kommt für ihn ein weiterer Job bei einem Dax-Konzern hinzu: Künftig schaut der 56-Jährige den Managern bei Adidas auf die Finger. Deren jüngste Bilanz kann sich sehen lassen.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post, Frank Appel, gehört ab sofort dem Aufsichtsrat des Sportartikelherstellers Adidas an. Der 56-Jährige wurde bei der Hauptversammlung des Unternehmens in Fürth in das Kontrollgremium gewählt. Er folgt auf Stefan Jentzsch, der sein Mandat nach knapp zehn Jahren mit Ablauf des Aktionärstreffens niederlegte.

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Appel erklärte, er wolle den Aufsichtsrat mit seiner persönlichen und beruflichen Erfahrung verstärken. Der gebürtige Hamburger leitet seit 2008 die Deutsche Post DHL. Adidas hatte den Wechsel bereits im März angekündigt. Zu den Gründen hatte sich das Dax-Unternehmen nicht geäußert.

Der Nike-Rivale legte zuletzt ein starkes Wachstum hin. Das würdigte Adidas-Chef Kasper Rorsted bei der Hauptversammlung. Er rechnet aber für das laufende Geschäftsjahr mit einer "gewissen Normalisierung". 2017 hatte Adidas seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 14,8 Prozent auf 21,2 Milliarden Euro steigern können. Für 2018 peilt Rorsted ein währungsbereinigtes Umsatzplus von rund zehn Prozent an.

Victoria Beckham soll Reebok aufpeppen

An der schwachen Fitness-Tochter Reebok will der Konzernchef trotz Bedenken mancher Aktionäre weiter festhalten. Die Marke hatte auf dem wichtigen Nordamerika-Markt im vergangenen Jahr ein Umsatzminus von 15 Prozent eingefahren. Hauptgrund sei die Schließung von fast 40 Reebok-Läden, erklärte Rorsted. Dabei handle es sich hauptsächlich um Outletstores, die eher schädlich für die Marke gewesen seien.

Mit prominenten Partnern wie Designerin Victoria Beckham und einer neuen, modernen Zentrale in den USA wolle man das Fundament für den künftigen Erfolg von Reebok legen. Man sei auf einem guten Weg, die 2006 übernommene Marke bis 2020 profitabel zu machen.

Quelle: n-tv.de, cri/dpa

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