Wirtschaft

Verlängerung für Höttges Post-Chef Appel soll Telekom-Aufsichtsrat leiten

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Weit hätte es der neue Chefkontrolleur nicht.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Nach monatelanger Suche zeichnet sich eine Entscheidung für die Nachfolge von Telekom-Aufsichtsratschef Lehner ab. Der Vorstandschef der Deutschen Post soll das Kontrollgremium des Bonner Nachbarkonzerns führen.

Laut einem Bericht ist bei der Deutschen Telekom der amtierende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post, Frank Appel, zum Favoriten für den Posten des Chefkontrolleurs avanciert. Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf fünf mit den Vorgängen vertraute Personen berichtet, könnte auf einer Sitzung des Aufsichtsratspräsidiums am 15. Dezember eine Vorentscheidung fallen. Sowohl Deutsche Post als auch Deutsche Telekom lehnten gegenüber dem Blatt eine Stellungnahme ab.

Der Aufsichtsrat dürfte dem Vorschlag des Spitzengremiums folgen und ihn dann auf der Hauptversammlung am 7. April zur Wahl in das Gremium vorschlagen. Er übernähme dann den Vorsitz von Ulrich Lehner, heißt es weiter. Lange war Ex-BMW-Chef Harald Krüger als Favorit für den Aufsichtratsvorsitz des immer noch teilstaatlichen Telekom-Konzerns gehandelt worden. Krüger hatte Berichten zufolge allerdings selbst zurückgezogen.

Appel verfüge, so berichtet das "Handelsblatt", aus Sicht von Beteiligten über den nötigen Erfahrungsschatz, um den Aufsichtsrat der Telekom zu führen. Als Vorstandsvorsitzender der Post leitet er einen international agierenden Konzern, zudem kennt er regulierte Märkte und weiß sich in der Politik zu bewegen. Der deutsche Staat ist der größte Einzelaktionär bei der Post und der Telekom, deren Konzernzentralen in unmittelbarer Nähe zueinander in Bonn liegen.

Gleichzeitig gebe es Gespräche über eine vorzeitige Vertragsverlängerung für den Vorstandsvorsitzenden der Telekom, Timotheus Höttges. Eigentlich läuft der Vertrag des Telekom-Chefs noch bis Ende 2023. Aber mehrere Aufsichtsratsmitglieder hätten eine Zustimmung für eine weitere Amtszeit signalisiert, so das Handelsblatt weiter.

Quelle: ntv.de, dpa/mbo

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