Wirtschaft

Windkraft und Kohle sei Dank RWE kommt besser als erwartet durch Krise

Die Sparte Offshore Wind konnte ihr bereinigtes Ergebnis dank der günstigeren Wetterbedingungen um elf Prozent auf über eine Milliarde Euro steigern.

Das Geschäft mit der Windkraft entwickelte sich für RWE positiv.

(Foto: picture alliance / Rupert Oberhäuser)

Günstige Wetterbedingungen und eine Steigerung bei Kohle- und Kernkraftwerken helfen dem Energiekonzern RWE, die Gewinnprognosen für 2020 deutlich zu übertreffen. Der Aktienkurs legt ebenfalls zu, zeitweise um mehr als drei Prozent.

Der Energiekonzern RWE hat trotz der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise seine Gewinnprognose für das abgelaufene Jahr übertroffen. Das bereinigte Ergebnis (Ebitda) liege voraussichtlich bei 3,2 Milliarden Euro und werde damit das obere Ende der Prognose von 2,7 bis 3,0 Milliarden Euro überschreiten, teilte das Essener Unternehmen auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Im Vorjahr lag das Ebitda bei 3,0 Milliarden Euro.

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Rund lief es für den Konzern vor allem im Energiehandel, aber auch das Geschäft mit der Windkraft legte zu. Zudem konnte RWE im Bereich Kohle und Atom das bereinigte Ergebnis deutlich gegenüber dem Vorjahr steigern. Das Dividendenziel von 0,85 Euro je Aktie für 2020 bestätigte Finanzchef Markus Krebber, der im Sommer an die Spitze des Konzerns rücken soll. RWE-Aktien legten zu, zeitweise stiegen die Papiere um 3,6 Prozent.

RWE erwarte "ein hervorragendes Ergebnis für das Geschäftsjahr 2020, das unsere Prognose deutlich übertrifft", bilanzierte Krebber. Getrieben sei dies vor allem durch die außerordentlich starke Entwicklung im Handelsgeschäft, das operativ rund 539 Millionen Euro verdiente - RWE hatte ursprünglich bis zu 350 Millionen Euro erwartet.

Die Sparte Offshore Wind konnte ihr bereinigtes Ergebnis (bereinigtes Ebitda) dank der günstigeren Wetterbedingungen um elf Prozent auf über eine Milliarde Euro steigern. Auch die Windräder an Land samt Solar legten dank neuer Anlagen zu. Das traditionelle Geschäft des Konzerns mit Strom aus den Kohlekraft- und Kernkraftwerken fuhr operativ 559 Millionen Euro und damit deutlich mehr als im Vorjahr ein. Endgültige Zahlen für das vergangene Jahr will RWE am 16. März vorlegen.

Quelle: ntv.de, ysc/rts

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