Wirtschaft

Niedrige Strompreise drücken RWE verzeichnet sinkenden Gewinn

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Gewinneinbußen bei RWE.

(Foto: imago/Hans-Günther Oed)

Vor der Zerschlagung der Tochter Innogy kämpft RWE mit einem Gewinnrückgang. Allerdings liegt das Dax-Unternehmen mit seinen Zahlen im Rahmen der Analystenerwartungen. An den operativen Jahreszielen hält der Versorger fest.

Der Energiekonzern RWE kämpft vor der geplanten Zerschlagung der Tochter Innogy mit Einbußen. Die niedrigeren Strom-Großhandelspreise und die Stilllegung des Atomkraftwerks Gundremmingen B hätten mit dazu geführt, dass der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bezogen auf die Kennziffer "RWE Stand alone" auf 1,3 von zuvor 1,7 Milliarden Euro geschrumpft sei, teilte der Versorger mit.

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Damit lag der Konzern im Rahmen der Analystenerwartungen. Für das Gesamtjahr peile RWE weiterhin ein Ergebnis von 1,4 bis 1,7 Milliarden Euro an.

"Wir werden unsere operativen Ziele für das Jahr erreichen und können die angestrebte Erhöhung der ordentlichen Dividende auf 70 Cent bestätigen", sagte Finanzchef Markus Krebber. "RWE stand alone" umfasst die Kerngeschäftsfelder Braunkohle & Kernenergie, Europäische Stromerzeugung und Energiehandel sowie die Dividende der Tochter Innogy.

Freigabe für Deal mit Eon bis Sommer 2019 erwartet

Die mit Eon geplante Zerschlagung von Innogy schreite gut voran. Die Freigabe durch die Kartellbehörden werde weiter im Sommer 2019 erwartet.

Im Zuge der Transaktion übernimmt Eon das Netz- und Vertriebsgeschäft von Innogy und RWE das Ökostromgeschäft der Tochter und auch das von Eon. Der bislang stark kohlelastige Versorger wird damit nach eigenen Angaben in Europa zur Nummer drei bei den Erneuerbaren Energien.

Quelle: ntv.de, wne/rts