Wirtschaft

Deutsche Wirtschaft boomt RWI hebt Wachstumsprognose kräftig an

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Die gute Wirtschaftslage sorgt auch für volle Staatskassen.

(Foto: picture alliance / Frank Rumpenh)

Deutschland wird es nach Ansicht des Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) auch in den nächsten Jahren sehr gut gehen. Auch hinsichtlich des Arbeitsmarktes heben die Essener Forscher die Daumen.

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) erwartet ein stärkeres Wirtschaftswachstum in Deutschland. Die Essener Ökonomen sagen nun für das laufende Jahr eine reale Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,9 Prozent voraus. Im Sommer waren es nur 1,6 Prozent. "Steigende Beschäftigtenzahlen bei gleichzeitig steigenden Löhnen werden sich positiv auf das Wachstum auswirken", begründete RWI-Konjunkturchef Roland Döhrn die besseren Aussichten.

Optimistischer sind er und seine Kollegen auch für die das kommende Jahr. Statt um 1,8 Prozent dürfte das BIP um 2,1 Prozent klettern. Im Jahr 2019 rechnet das RWI mit einem Plus von 2,0 Prozent. Wegen der weiterhin niedrigen Zinsen, der steigenden Auslastung der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten sowie höheren Planungen für Investitionen durch die öffentliche Hand dürften auch die Investitionen nennenswerte Beiträge zum Wachstum liefern.

Der Arbeitsmarkt wird nach Ansicht der Essener Forscher auch in den nächsten Jahren für gute Nachrichten sorgen. Die Arbeitslosenquote wird in diesem Jahr voraussichtlich 5,7 Prozent betragen. Mit 5,5 Prozent im Jahr 2018 und 5,3 Prozent 2019 wird sie in den nächsten Jahren wohl weiter sinken. Die Inflation dürfte 2017 und 2018 bei 1,6 Prozent liegen und 2019 auf 1,8 Prozent ansteigen.

Wegen der guten wirtschaftlichen Lage bleiben die Staatskassen prall gefüllt. Die Überschüsse werden der RWI-Schätzung zufolge von 29 Milliarden Euro in diesem Jahr auf 40 Milliarden Euro im übernächsten Jahr zulegen.

HWWI geht auch hoch

Auch das Hamburger Welt-Wirtschafts-Institut (HWWI) hob seine Wachstumserwartungen an. Die Ökonomen prognostizieren nun für dieses Jahr eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um inflationsbereinigt 1,8 Prozent. Das ist ein halber Prozentpunkt mehr als in der bisherigen Schätzung. Für kommendes Jahr behielten sie ihre Vorhersage eines Wachstums um 1,6 Prozent bei.

"Die binnenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind recht gut und das weltwirtschaftliche Umfeld hat sich etwas aufgehellt. Ohne externe Schocks ist somit die Basis für ein stetiges Wachstum in Deutschland günstig", erklärte das HWWI. Die Arbeitslosigkeit sehen die Wirtschaftsforscher weiter zurückgehen und zwar auf 5,4 Prozent in diesem und 5,3 Prozent im nächsten Jahr.

Quelle: n-tv.de, wne/DJ

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