Wirtschaft

Besserer Ramsch Ratingagentur Fitch stuft Griechenland hoch

ba853cfd28c440a9a97e31dc1c5ff90e.jpg

Im Sommer läuft das Hilfsprogramm der EU aus.

(Foto: dpa)

Das Schuldenland Griechenland kommt einen weiteren Schritt bei der Rückkehr an die Kapitalmärkte voran. Zwar gelten griechische Staatsanleihen noch immer als hochriskant, aber die Ratingagentur Fitch kassiert immerhin ein Minus.

Die Ratingagentur Fitch hat ihre Bonitätsnote für Griechenland angehoben. Der Euro-Staat werde nun mit "B" statt "B-" bewertet, teilte das Unternehmen mit. Der Ausblick ist demnach weiter positiv. Die Bonitätswächter verwiesen auf ein anhaltendes Wirtschaftswachstum und ihrer Einschätzung nach geringere politische Risiken.

Sie glauben, dass sich die Verschuldungslage des Landes mittelfristig verbessern wird und dazu beitragen wird, dass das BIP nachhaltig wächst. Zudem seien die politischen Risiken geringer geworden und die Regierung habe es geschafft, primäre Haushaltsüberschüsse zu erwirtschaften.

Darüber hinaus habe sie zusätzliche fiskalische Maßnahmen auf den Weg gebracht, die bis über das Jahr 2020 hinaus positive Wirkungen entfalten dürften. Fitch rechnet nicht mit Problemen bei der Überprüfung der Fortschritte, die Griechenland unter dem internationalen Rettungsschirm ESM gemacht hat und erwartet ein reibungsloses Auslaufen des Hilfsprogramms im August 2018. Außerdem dürfte die Eurogruppe dem Land im laufenden Jahr weitere Schuldenerleichterungen einräumen.

Die Agentur Standard & Poor's hatte die Bonitätsnote im Januar ebenfalls auf "B" von "B-" angehoben. Damit werden griechische Staatsanleihen mit langer Laufzeit allerdings nach wie vor als Ramsch eingestuft. Der sogenannte Investmentgrade-Bereich beginnt im Fitch-Notensystem bei BBB-, fünf Stufen über B.

Das Land hängt seit 2010 am Tropf internationaler Geldgeber. Das dritte Hilfspaket im Umfang von bis zu 86 Milliarden Euro läuft im August aus. Die Regierung in Athen will sich danach wieder Geld an den Kapitalmärkten leihen.

Quelle: n-tv.de, sba/AFP