Wirtschaft

22.000 Diesel-Pkw Razzia bei Suzuki - Verdacht auf Abgas-Betrug

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Durch die Manipulation sollen große Mengen Stickoxide in die Umwelt gelangt sein.

(Foto: picture alliance/dpa/TASS)

Der VW-Diesel-Skandal schlägt auch Jahre später noch hohe Welle. Nun steht auch der Autohersteller Suzuki unter Verdacht, die Abgasreinigung Zehntausender Fahrzeuge manipuliert zu haben. Wegen des Betrugsverdachts werden unter anderem in Deutschland Razzien durchgeführt.

Ermittler haben die Geschäftsräume des Auto-Importeurs Suzuki Deutschland im südhessischen Bensheim durchsucht. Das Unternehmen steht laut Frankfurter Staatsanwaltschaft unter Betrugsverdacht, weil es mehr als 22.000 Diesel-Fahrzeuge mit unzulässigen Abschalteinrichtungen bei der Abgasbehandlung verkauft haben soll.

Neben Suzuki-Managern stehen auch Verantwortliche des Motoren-Lieferanten Fiat-Chrysler (inzwischen Stellantis) und des Software-Zulieferers Marelli unter Verdacht. Am Morgen wurden auch Geschäftsräume der beteiligten Firmen in Heidelberg, Corbetta (Italien) sowie Esztergom (Ungarn) durchsucht, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Gesucht wurden Beweismittel wie Kommunikationsdaten, Software und Planungsunterlagen.

Die technischen Einrichtungen sollen den Ermittlern zufolge bewirkt haben, dass die Abgasreinigung in zahlreichen Alltagssituationen massiv reduziert oder ganz abgeschaltet wurde. So gelangten große Mengen Stickoxide in die Umwelt. Betroffen waren Diesel der Suzuki-Modelle SX4 S-Cross, Swift und Vitara. Das Unternehmen wollte die Ermittlungen zunächst nicht kommentieren.

Quelle: ntv.de, mbu/dpa

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