Wirtschaft

Zusammenschluss auf der Kippe? Regierung droht mit Klage bei Sprint-Fusion

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Kommt es zu einer Fusion von T-Mobile US und Sprint? Oder ist der geplante Zusammenschluss nun ernsthaft gefährdet?

(Foto: REUTERS)

Der Zusammenschluss der Telekom-Tochter T-Mobile mit dem US-Rivalen Sprint sorgt in den USA ohnehin schon für viel Unmut. Nun wird es für die angestrebte Fusion offenbar eng. Das US-Justizministerium soll ein Ultimatum gesetzt haben. Demnach sollen sich die beiden Konzerne endlich einigen.

Die Luft für einen Zusammenschluss von T-Mobile US und Sprint wird offenbar dünner. Das US-Justizministerium setzte einem Insider zufolge den Firmen die Pistole auf die Brust: Sollten sich beide Parteien nicht bis zum Ende der nächsten Woche einigen, werde die Behörde eine Klage anstrengen, um die geplante milliardenschwere Fusion zu blockieren, berichtet der US-Sender CNBC. Beide Unternehmen waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Das Justizministerium lehnte einen Kommentar dazu ab.

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Der 26 Milliarden Dollar schwere Deal war zuletzt bei immer mehr US-Bundesstaaten auf Widerstand gestoßen. Aus Insiderkreisen heißt es, das Justizministerium wolle nur zustimmen, wenn mehrere Unternehmensteile verkauft werden. Einem früheren Agenturbericht zufolge sollen für mindestens sechs Milliarden Dollar Geschäftsteile an den Satellitenbetreiber Dish abgegeben werden.

Zuletzt hakten die Verhandlungen aber offenbar bei der Frage von Eigentümerrechten und anderen Konditionen. Während das US-Justizministerium das Fusionsvorhaben noch abnicken muss, hat die Branchenaufsicht FCC bereits Unterstützung für einen Zusammenschluss signalisiert.

Quelle: n-tv.de, ino/rts

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