Wirtschaft

Sorge um China-Wachstum Regierungschef verteilt Beruhigungspillen

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Li Keqiang verteidigt die Yuan-Abwertung.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das Thema China sorgt seit Tagen weltweit für Turbulenzen an den Börsen. Das Kabinett in Peking kommt zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Ministerpräsident Li Keqiang zeigt sich danach betont gelassen.

Die chinesische Wirtschaft wächst nach Einschätzung von Ministerpräsident Li Keqiang trotz zunehmenden Drucks mit einer angemessenen Geschwindigkeit. Die Regierung könne die Herausforderungen, mit denen das Land konfrontiert werde, gut bewältigen, sagte Li nach einem außerordentlichen Treffen des Pekinger Kabinetts.

Die Schwankungen an den internationalen Finanzmärkten hätten die Unsicherheit bezüglich einer weltweiten Wirtschaftserholung vergrößert und damit hätten sich auch die Auswirkungen auf den chinesischen Finanzmarkt wie auch die Importe und Exporte verstärkt.

Zugleich verteidigte der Regierungschef die jüngsten Schritte zur Abwertung der chinesischen Währung. Der Yuan werde "im Prinzip stabil" bleiben auf einem ausgewogenen und vernünftigen Niveau. Zuletzt hatte die chinesische Notenbank die Mindestreservesätze wie auch Zinsen, Steuern und Gebühren gesenkt sowie weitere Maßnahmen ergriffen, um den Finanzmarkt nach den Turbulenzen zu beruhigen. Dies zahle sich bereits aus, sagte Li.

Die Konjunktur in der Volksrepublik kühlt sich merklich ab. Nach Angaben der Regierung ist das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal zwar um sieben Prozent gewachsen. Analysten bezweifeln dies jedoch und gehen davon aus, dass das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt schwächer war. Die Regierung strebt in diesem Jahr ein Wachstum von sieben Prozent an. Es wäre der kleinste Zuwachs seit einem Vierteljahrhundert.

Quelle: n-tv.de, wne/rts

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