Wirtschaft

Autobauer prüfen Kooperationen Renault spricht mit Fiat Chrysler

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(Foto: imago/Kyodo News)

Im Angesicht von globalen strukturellen Herausforderungen rücken die Autobauer enger zusammen. Renault lotet die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit der Konkurrenz aus. Von Fusionen will man derzeit aber nichts wissen.

Der italienisch-amerikanische Autobauer Fiat Chrysler peilt nach Informationen eines Insiders eine Zusammenarbeit mit seinem französischen Konkurrenten Renault an. Derzeit führten die beiden Pkw-Hersteller Gespräche über eine Kooperation, heißt es. Es sei noch zu früh zu sagen, ob die Verhandlungen später in einen formalen Zusammenschluss münden könnten.

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Zuvor hatte die "Financial Times" berichtet, dass die beiden Autobauer ihre Kräfte bündeln wollten, um die strukturellen Herausforderungen in der globalen Autoindustrie gemeinsam zu meistern. Erste Formen der Zusammenarbeit der beiden Konzerne gibt es bereits. So fertigt Renault einige Vans für Fiat Chrysler in Frankreich.

Eine Vereinbarung könnte dazu führen, dass Fiat Chrysler künftig der Allianz von Renault-Nissan-Mitsubishi beitritt. Renault und Fiat Chrysler wollten den Bericht nicht kommentieren. Bei Nissan war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

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Renault-Chef Jean-Dominique Senard hatte zuvor erklärt, dass eine Fusion mit den Partnern Nissan und Mitsubishi derzeit kein Thema sei. Zunächst gehe es darum, die Zusammenarbeit der Autobauer zu verbessern, sagte er dem Radiosender France Inter. Die Debatte über einen Zusammenschluss der Unternehmen habe zuletzt für viel Aufregung gesorgt. In der Zukunft könnten sie sich darüber in aller Ruhe Gedanken machen, ergänzte Senard. Architekt und Motor der Dreier-Allianz war der frühere Renault- und Nissan-Chef Carlos Ghosn, der inzwischen in Japan angeklagt ist. Nissan wirft ihm finanzielle Verfehlungen vor. Nach Ghosns Darstellung war der Streit über eine Fusion Hintergrund der Anschuldigungen.

Quelle: n-tv.de, ino/rts

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