Wirtschaft

Hoffen auf das zweite QuartalRheinmetall bleibt hinter Erwartungen zurück

05.05.2026, 07:38 Uhr
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Eine FV-014-"Recce- und Strike-Drohne" der Firma Rheinmetall ist bei einer Messe ausgestellt. (Foto: picture alliance/dpa)

Für Analysten ist es enttäuschend: Zwar steigt der Umsatz bei Rheinmetall - allerdings nicht in dem Maße wie erhofft. An seinen Prognosen für das Gesamtjahr hält der Rüstungskonzern dennoch fest.

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hinkt zum Jahresstart noch hinter dem Wachstumstempo des vergangenen Jahres und den Expertenerwartungen her. Der Umsatz stieg im ersten Quartal zwar um acht Prozent auf 1,94 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Montagabend in Düsseldorf mitteilte. Analysten hatten aber im Schnitt mit 2,3 Milliarden Euro gerechnet.

Das operative Ergebnis stieg um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro. Daraus ergibt sich eine Umsatzrendite von 11,6 (Vorjahr: 10,5) Prozent, die laut Rheinmetall die Erwartungen der Analysten getroffen hat. Das Unternehmen hofft aber auf eine Aufholjagd im laufenden zweiten Quartal und hält an seinen Prognosen für das Gesamtjahr fest.

Im zweiten Quartal werde sich das Umsatzwachstum deutlich beschleunigen, weil in der Sparte "Waffe und Munition" nach der Aufnahme der Produktion im spanischen Murcia höhere Auslieferungen zu erwarten seien und die Bundeswehr die bereits vorproduzierten Lastwagen dann abnehmen werde. Unter dem Strich werde Rheinmetall im ersten Halbjahr einen "ähnlichen Wachstumpfad" wie im Vorjahr einschlagen, als der Umsatz um 37 Prozent nach oben schnellte - damals allerdings vor allem dank der ersten drei Monate.

Für das Gesamtjahr bleibe es dabei, dass der Umsatz um 40 bis 45 Prozent wachsen soll, bei einer operativen Umsatzrendite von rund 19 Prozent. Rheinmetall sitzt nach eigenen Angaben auf Aufträgen über 73 Milliarden Euro, das sind 31 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die vollständigen Quartalszahlen will Rheinmetall am Donnerstag veröffentlichen.

Quelle: ntv.de, ghö/rts

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