Panzermunition für BundeswehrRheinmetall erhält millionenschweren Großauftrag

Erst die Panzer, jetzt die Munition. Die Bundeswehr rüstet weiter auf und beschert Rheinmetall einen weiteren millionenschweren Auftrag. Der Konzern will in Zukunft seine Aktivitäten in der Rüstungsindustrie intensivieren.
Rheinmetall hat sich einen weiteren Großauftrag der Bundeswehr gesichert. Diese bestellte bei dem Düsseldorfer Rüstungskonzern weitere Schützenpanzermunition mit einem Auftragsvolumen von mehreren hundert Millionen Euro, wie Rheinmetall mitteilte. Damit werde ein 2022 geschlossener Rahmenvertrag zur Lieferung von Munition für den Schützenpanzer Puma deutlich erweitert.
Zur Verstärkung ihrer Puma-Flotte hatte die Bundeswehr erst vor kurzem die Joint-Venture-Partner Rheinmetall und KNDS Deutschland mit der Lieferung von 200 zusätzlichen Exemplaren beauftragt. Das Gesamtvolumen des zu Jahresbeginns in Kraft getretenen Auftrags liegt bei rund 4,2 Milliarden Euro, davon entfallen auf Rheinmetall 2,1 Milliarden Euro. Die ersten Panzer sollen Mitte 2028 ausgeliefert werden.
Der Rheinmetall-Konzern wird sich in Zukunft stärker auf den Rüstungsbereich konzentrieren und will seine zivilen Geschäftsaktivitäten verkaufen. Dabei geht es um Bauteile für die Automobil- und Energiewirtschaft. Mit zwei Bietern soll über den Verkauf verhandelt werden, eine Vertragsunterzeichnung strebt das Management für das erste Quartal 2026 an.
Bei dem Konzernteil, der abgestoßen wird, handelt es sich vorwiegend um die Autozulieferung und Teile für die Energiewirtschaft. Über einen Verkauf wurde bereits länger spekuliert. Die Sparte Power Systems und weitere dazugehörende Gesellschaften werden von nun an buchhalterisch vom Konzern getrennt und als nicht fortgeführte Geschäftsbereiche geführt, weswegen der Konzern auch seine Prognose anpasste.