Wirtschaft

Wachstum soll "gepusht" werden Ryanair übernimmt Laudamotion komplett

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2021 sollen es 7,5 Millionen Passagiere mit Laudamotion fliegen.

(Foto: imago/Arnulf Hettrich)

Im März 2018 steigt Ryanair bei Laudamotion ein, Monate später übernimmt der irische Billigflieger sein österreichisches Pendant komplett. Die Airline soll mit deutlich höheren Passagieraufkommen zur Nummer zwei der Alpenrepublik aufsteigen - und neue Arbeitsplätze schaffen.

Der ehemalige Formel-1-Rennfahrer Niki Lauda hat dem irischen Billigflieger Ryanair nun auch die letzten Anteile an der Niki-Nachfolge-Airline Laudamotion veräußert. Ryanair habe die verbliebenen 25 Prozent erworben, teilte die Wiener Laudamotion mit.

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"Die Kooperation von Laudamotion mit Ryanair war von Anfang an ein großartiger Erfolg und hat Laudamotion bereits im ersten Jahr zur Nr.1 der Low Cost Carrier in Österreich gemacht", sagte Firmengründer Niki Lauda. Unter Ryanair werde die Weiterentwicklung und das Wachstum von Laudamotion sichergestellt. Lauda fügte hinzu, als Chairman mit dem Unternehmen eng verbunden zu bleiben. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Schwarze Null soll bereits 2019 stehen

Nach der Pleite der ehemaligen Air-Berlin-Tochter Niki hatten mehrere Fluglinien um die österreichische Airline gebuhlt, darunter die Lufthansa mit ihrer Billigmarke Eurowings und die britische IAG mit ihrer Tochter Vueling. Ryanair war im März 2018 bei Laudamotion eingestiegen und hatte im Sommer dann auf 75 Prozent aufgestockt.

Niki Lauda, der sich nach einer Lungentransplantation in ärztlicher Behandlung befindet, und Ryanair-Chef Michael O'Leary wollten Laudamotion als österreichischen Billigflieger etablieren und vor allem der Lufthansa Paroli bieten. O'Leary erklärte im Sommer, Laudamotion werde im ersten Jahr einen Verlust von 150 Millionen Euro schreiben. Das soll sich 2019 ändern - dann soll die schwarze Null stehen und ab 2020 ein Gewinn erzielt werden.

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Neue Konkurrenz für Austrian Airlines

Schon in diesem Sommer soll die Zahl der Maschinen auf 25 aufgestockt werden, ab 2020 dann auf 30 Maschinen. 2018 beförderte Laudamotion rund vier Millionen Passagiere, 2021 sollen es 7,5 Millionen sein, "in den kommenden drei Jahren dann zehn Millionen", wie Vorstandschef Andreas Gruber erklärte. Damit wäre Laudamotion die zweitgrößte Airline Österreichs nach Austrian Airlines.

Die Ryanair-Tochter werde 400 Mitarbeiter einstellen, kündigte der irische Billigflieger an - Piloten, Kabinenpersonal und Ingenieure, und zwar an allen vier Standorten. Dies sind Wien, Düsseldorf, Stuttgart und Palma de Mallorca. Laudamotion fliegt 49 Ziele in 18 Ländern an.

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Quelle: n-tv.de, mba/rts/AFP

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