Wirtschaft

Bewährungsstrafe verworfen Samsung-Erbe steht erneut vor Gericht

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Lee Jae Yong sitzt in Südkorea erneut auf der Anklagebank.

(Foto: AP)

Wegen Bestechung und Untreue erhält Samsung-Erbe Lee Jae Yong in zweiter Instanz eine Bewährungsstrafe. Doch das Oberste Gericht in Südkorea kassiert das Urteil. Nun wird die Korruptionsaffäre neu aufgerollt.

Nach seiner Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe wegen Korruption im vergangenen Jahr sitzt der Erbe des Samsung-Imperiums, Lee Jae Yong, wieder auf der Anklagebank. Der 51-jährige Vizevorsitzende des Smartphone-Marktführers Samsung Electronics erschien zur Neuverhandlung seines Falls vor dem Hohen Gericht in Seoul, wie südkoreanische Sender berichteten.

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Das Oberste Gericht in Seoul hatte im August das frühere Urteil einer Berufungsinstanz in großen Teilen verworfen und an eine untergeordnete Instanz zurückverwiesen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Samsung weit mehr Bestechungsgelder zahlte als vom Berufungsgericht angeführt. Damit droht dem Spitzenmanager nun erneut eine Haftstrafe.

Lee war in erster Instanz wegen Bestechung, Untreue und Meineids zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Die Bewährungsstrafe in zweiter Instanz erhielt Lee im Februar 2018. Hintergrund des Verfahrens gegen ihn war eine Korruptionsaffäre um die frühere Staatspräsidentin Park Geun Hye und deren langjährige Vertraute Choi Soon Sil. Park wurde im März 2017 ihres Amtes enthoben.

Die Ermittler beschuldigten Samsung, hohe Summen an Unternehmen der umstrittenen Park-Freundin sowie an deren Verwandte gezahlt und im Gegenzug unter anderem politische Unterstützung für die Fusion zweier Konzerntöchter erhalten zu haben. Kritiker sahen in der Fusion eine Stärkung der Gründerfamilie. Lee wies die Bestechungsvorwürfe zurück.

Lee ist der einzige Sohn des schwer erkrankten, früheren Konzernchefs Lee Kun Hee, der maßgeblich die Entwicklung des Geschäftszweigs mit Elektronik vorangetrieben hatte. Bereits vor elf Jahren legte Lee Kun Hee jedoch wegen eines Skandals als Vorsitzender alle Posten nieder.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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