Wirtschaft

Probleme in China? Samsung erleidet Gewinneinbruch

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Ergebnisrückgang bei Samsung: Details zu dem Quartalsergebnis sollen erst zu einem späteren Zeitpunkt im Januar veröffentlich werden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Erst schockt Apple und kassiert seine Umsatzprognose, nun wartet Smartphone-Konkurrent Samsung mit einem Ergebnisrückgang von 29 Prozent auf. Auch der Erlös sackt ab.

Samsung hat im abgelaufenen Quartal erstmals seit zwei Jahren einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Der südkoreanische Technologiekonzern verwies auf schwierige Bedingungen auf den Smartphone- und Chipmärkten.

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Der Weltmarktführer in diesen Bereichen hat von Oktober bis Dezember 2018 vorläufigen Schätzungen zufolge im operativen Geschäft umgerechnet 8,42 Milliarden Euro verdient. Das entspricht einem Minus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit wurden die Analystenschätzungen deutlich verfehlt. Der Umsatz sei um elf Prozent gefallen. Details zu dem Quartalsergebnis sollen erst zu einem späteren Zeitpunkt im Januar veröffentlich werden.

Auch Apple mit schwachen Zahlen

Hinter den Rückgängen dürfte unter anderem die schwächere Wirtschaftsentwicklung in China stehen. Der amerikanische Erzrivale Apple hatte zuletzt schon mit schwachen Zahlen die weltweiten Börsen in Unruhe versetzt. Erstmals seit Einführung des iPhones vor mehr als zehn Jahren verfehlten die Kalifornier ihre Umsatzprognose - auch wegen Schwächen in China im Zuge des Handelsstreits mit den USA.

Samsung teilte weiter mit, das Ergebnis im ersten Quartal 2019 werde ebenfalls verhalten ausfallen. Vor allem das Geschäft mit Speicherchips sei schwierig. Analysten erwarten auch im weiteren Jahresverlauf rückläufige Gewinne.

An der Börse in Seoul reagierten Anleger gelassen: Die Samsung-Aktie gab in ersten Reaktionen lediglich rund 1,0 Prozent nach. Händler verwiesen auf die jüngsten Kursverluste bei den Technologiewerten insgesamt. Selbst schlechte Einzelsignale wie etwa die Gewinnwarnung von Samsung dürften die Stimmung im Markt nur noch leicht belasten. Die Aussagen des koreanischen Technologieriesen seien nach der Warnung von Apple bereits erwartet worden, hieß es.

Quelle: n-tv.de, bad/DJ/rts

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