Wirtschaft

Banco Popular stand vor Crash Santander kauft Krisenbank für einen Euro

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Die Banco Popular ist zum Sinnbild der spanischen Finanzkrise geworden.

(Foto: REUTERS)

Nur einen Euro zahlt die Santander für die spanische Banco Popular. Ein Schnäppchenpreis, der allerdings einen teuren Haken hat: Um die Bilanz der neuen Tochter zu sanieren, muss Santander gleich sieben Milliarden Euro neues Kapital aufnehmen.

Die spanische Großbank Santander kauft die spanische Krisenbank Banco Popular für einen symbolischen Preis von einem Euro. Um die Bilanz der übernommenen Banco Popular aufzubessern, braucht Santander aber frisches Geld. Daher will die Großbank ihr Kapital um sieben Milliarden Euro erhöhen, wie Santander mitteilte.

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Die Banco Popular habe kurz vor dem Zusammenbruch gestanden, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrer Funktion als oberster Bankenaufseher der Euro-Zone mit. Daher sei die europäische Bankenabwicklungsbehörde SRB informiert worden. Die SRB habe einer Auffanglösung zugestimmt, die den Verkauf des notleidenden Instituts an Santander vorsehe.

Ursache für den Kollaps der Banco Popular waren die Folgen des Zusammenbruchs des Immobilienmarkts im Jahr 2008. Das Kreditinstitut hat deutlich mehr faule Kredite in seinem Bestand als andere Geldhäuser des Landes. Anfang April musste das Geldhaus nach einer internen Revision weitere Verluste für 2016 buchen. Zuvor hatte die Banco Popular bereits einen Fehlbetrag von 3,5 Milliarden Euro für das vergangene Jahr ausgewiesen.

Quelle: n-tv.de, mbo/rts

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