Wirtschaft

Musks Starlink kurz vor Start Satelliten-Internet kommt nach Deutschland

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Noch 15 weitere Raketenstarts mit jeweils mehreren Dutzend Satelliten sind nötig, bis Starlink die ganze Erde abdecken kann.

(Foto: AP)

Schnelles Internet per Satellit "in abgelegene Gegenden dieser Welt" zu bringen, ist das Ziel der zu Elon Musks Startup-Imperium gehörenden Firma Starlink. Ein interessanter Markt dafür ist Deutschland, wo einige Regionen zumindest digital weit abgehängt sind. Noch dieses Jahr soll es losgehen.

Das Tochterunternehmen Starlink des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX will nach eigenen Angaben noch in diesem Jahr auch in Deutschland seinen Satelliten-Internetdienst anbieten. "Wenn alles nach Plan läuft, starten wir in Deutschland noch in diesem Jahr", sagte Starlink-Manager Hans Königsmann der "Wirtschaftswoche". Das Unternehmen war erst vor wenigen Wochen testweise in den USA an den Start gegangen. "Unsere Mission ist, schnelles Internet in abgelegene Gegenden dieser Welt zu bringen."

Starlink sei bereits bei der Bundesnetzagentur als Telekommunikationsunternehmen registriert und warte auf die letzten Genehmigungen, berichtete die "Wirtschaftswoche". Zwei Bodenstationen zur Kommunikation mit den Satelliten befänden sich im Bau.

In den USA kostet die sogenannte "Besser-als-nichts"-Beta Version von Starlink 500 Dollar für ein Startpaket mit Satellitenschüssel und Router sowie 99 Dollar monatliche Gebühren. Dafür erhalten die Kunden zu 95 Prozent der Zeit Internet. Details zur Gebührenstruktur für Deutschland stünden noch nicht fest, sagte Königsmann. "Aber wir werden uns an dem orientieren, was der lokale Markt zulässt."

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SpaceX-Unternehmensgründer Elon Musk, der auch Chef des Elektroautobauers Tesla ist, will sich mit Starlink drei bis fünf Prozent des weltweiten Marktes für Internetverbindungen sichern. Noch habe SpaceX mit 900 Satelliten nur halb so viele im Weltall wie nötig wären, um die Erde weltweit rund um die Uhr abzudecken, berichtete die "Wirtschaftswoche". Um schnelles Internet in abgelegene Gegenden zu bringen, seien 15 weitere Starlink-Missionen nötig, sagte der Manager. SpaceX-Raketen bringen die Satelliten ins All.

"Im Norden" sei Starlink "schon gut aufgestellt", sagte Königsmann. "Deshalb ist Deutschland als Markt hervorragend geeignet - da haben wir jetzt schon eine gute Verbindung." Königsmann ist Deutscher und war laut Bericht einer der ersten Manager von SpaceX.

Quelle: ntv.de, mbo/AFP

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