Wirtschaft

Zahlungsmittel für Ölgeschäfte Saudi-Arabien droht wohl mit Dollar-Ablösung

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Saudi-Arabien überlegt, den Dollar als Zahlungsmittel abzulösen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im US-Kongress zirkuliert ein Gesetzentwurf, der Absprachen zur Ölproduktion als illegal bezeichnet. Im Förderland Saudi-Arabien sorgen die Pläne für Unruhe. Insidern zufolge droht das Königreich nun damit, seine Ölgeschäfte vom Dollar abzukoppeln.

Saudi-Arabien droht den USA Insidern zufolge damit, bei Ölgeschäften künftig den Dollar als Zahlungsmittel abzulösen. Die Verkäufe könnten in anderen Währungen abgewickelt werden, sagten drei mit der saudi-arabischen Energiepolitik vertraute Personen. Die Erwägungen seien bereits mit anderen Opec-Ländern diskutiert und den USA übermittelt worden.

Mit dem Schritt wolle die Regierung in Riad den No Oil Producing and Exporting Cartels Act, kurz Nopec, stoppen. Eine entsprechende Gesetzesvorlage dazu wurde Anfang Februar im US-Kongress eingebracht. Käme Nopec, hätte das für die 14 Mitgliedsstaaten des Ölkartells Opec einschneidende Folgen. Ein Gesetz würde das US-Kartellrecht ändern und Opec-Länder könnten verklagt werden. Denn es wäre dann illegal, Absprachen zur Öl- oder Gasproduktion oder deren Preise zu treffen. Hielten sich die Länder nicht daran, könnte das teuer werden.

Ob es so weit kommt, hängt nicht zuletzt von US-Präsident Donald Trump ab. Seine Vorgänger wollten kein Nopec-Gesetz. Doch Trump hatte sich in der Vergangenheit wiederholt öffentlich über die hohen Ölpreise geärgert und die Schuld daran der Opec zugewiesen.

Experten halten die Chancen, dass Nopec beschlossen wird, allerdings für gering. Ähnliche Entwürfe gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Mal, sie scheiterten aber bislang. Das saudi-arabische Energieministerium wollte sich zu dem Thema nicht äußern. Das US-Außenministerium teilte mit, laufende Gesetzgebungsverfahren nicht kommentieren zu wollen.

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Quelle: n-tv.de, jpe/rts

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