Wirtschaft

Russland und USA alarmiert Saudis schrauben Ölexport auf Rekordhöhe

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Der Ölpreis steht durch die Coronavirus-Pandemie bereits unter Druck.

(Foto: imago images/Danita Delimont)

Der Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland nimmt weiter Fahrt auf. Riad will seine Öl-Produktion nun weiter erhöhen und eine Rekordmenge von 10,6 Millionen Barrel pro Tag fördern. Das alarmiert US-Präsident Trump, der sich mit Putin kurzschließen will.

Im Preiskrieg mit Russland macht Saudi-Arabien noch mehr Druck. Das Königreich kündigte an, es werde seine Ölexporte ab Mai auf eine Rekordmenge von 10,6 Millionen Barrel (159 Liter) am Tag ausweiten. Damit steigere Saudi-Arabien die Ausfuhr um 600.000 Barrel pro Tag, sagte ein Vertreter des Energieministeriums in Riad der staatlichen Nachrichtenagentur SPA.

Der Ölpreis ist auch ohne diese Ankündigung unter Druck. Die Coronavirus-Pandemie sorgt für einen schweren Konjunktureinbruch weltweit und damit für eine sinkende Nachfrage nach Öl. Am Montag war der Preis im asiatischen Handel auf ein 17-Jahres-Tief von rund 20 Dollar pro Barrel gesunken.

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Das macht auch den USA schwer zu schaffen, da die Unternehmen dort zu diesem Preis kein Öl per Fracking gewinnen können. US-Präsident Donald Trump sagte im US-Sender Fox News, "die Leute im Öl- und Gasgeschäft leiden wirklich". Er werde daher "in Kürze" mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über den Ölpreis sprechen. "Russland und Saudi-Arabien kämpfen und sorgen dafür, dass der Ölpreis fällt", kritisierte Trump.

Putin werde "wahrscheinlich" um eine Erleichterung der Sanktionen bitten, sagte der US-Präsident weiter. Er wisse noch nicht, wie die Antwort lauten werde. Russland möge die Sanktionen nicht. "Ehrlich, wir sollten miteinander auskommen können."

Quelle: ntv.de, mba/AFP

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