Wirtschaft

Bürokratie-Chaos nach Brexit Schenker liefert nicht nach Großbritannien

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Bereits aufgegebene Sendungen liefert DB Schenker noch aus.

(Foto: imago images/Arnulf Hettrich)

Nach dem Ende der Brexit-Übergangsfrist steht der Logistikdienstleister DB Schenker vor einer bürokratischen Herausforderung. Nur ein Zehntel aller Sendungen nach Großbritannien ist mit richtigen Papieren versehen. Die Tochter der Deutschen Bahn zieht nun die Notbremse.

Die Logistik-Tochter der Deutschen Bahn, DB Schenker, nimmt vorübergehend keine neuen Sendungen aus der EU nach Großbritannien an. Grund sei eine Überlastung wegen fehlender oder falsch ausgefüllter Dokumente, die seit dem Ende der Brexit-Übergangsfrist am 1. Januar notwendig sind, teilte das Unternehmen mit. Bereits aufgegebene Sendungen würden aber weiterhin ausgeliefert.

"Lediglich rund zehn Prozent der bei DB Schenker beauftragten Sendungen sind mit vollständigen und korrekten Papieren versehen", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. "Bei einem Großteil der Sendungen liegen dagegen Mängel bei den Dokumenten vor." In diesen Fällen müsse aufwendig nachrecherchiert werden, teilte DB Schenker weiter mit. Die dafür verantwortlichen Mitarbeiter in Großbritannien kämen nicht mehr hinterher.

Betroffen sind nur Lieferungen aus der Europäischen Union ins Vereinigte Königreich. Der Warenverkehr in die EU bereite hingegen keine Probleme. Jährlich bearbeitet Schenker eigenen Angaben zufolge rund eine halbe Million Sendungen vom Festland nach Großbritannien.

Quelle: ntv.de, uzh/dpa

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