Wirtschaft

Keine Streiks Schlichtung zwischen Bahn und GDL beendet

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Lokführer-Streiks bei der Bahn scheinen vorerst vom Tisch.

(Foto: dpa)

In mehreren Verhandlungsrunden können sich die Bahn und die GDL nicht einigen. Es hakt vor allem bei den Ruhezeiten. Den Schlichtern ist nun anscheinend der Durchbruch gelungen - wieder einmal.

Der Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn geht ohne Streiks zu Ende. Nach der Einigung mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sei in der Schlichtung auch mit der Lokführergewerkschaft GDL eine Vereinbarung erzielt worden, sagten mit den Verhandlungen Vertraute. An einigen Stellen weiche diese für das Zugpersonal vom Ergebnis mit der EVG ab. Im Kern seien aber beide Abschlüsse für die Bahn verknüpfbar.

Die Schlichter, Brandenburgs Ex-Ministerpräsident Matthias Platzeck und Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow, haben für den morgigen Freitag zu einer Pressekonferenz zum Abschluss der Schlichtungsfrist geladen. Eine Einigung bestätigten sie aber nicht. Auch GDL und Bahn hatten Stillschweigen vereinbart.

Die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) verhandelt für rund 35.000 Lokführer und Zugbegleiter und hatte vier Prozent mehr Geld verlangt. Kernforderungen waren aber bessere Arbeitszeit- und Schichtregelungen. Die GDL hatte kurz vor Weihnachten die Verhandlungen für gescheitert erklärt und die Schlichtung in Gang gesetzt. Während des Verfahrens waren Streiks ausgeschlossen. Ramelow und Platzeck hatten bereits im Frühsommer 2015 erfolgreich einen von etlichen Streiks begleiteten Tarifkonflikt von Bahn und GDL geschlichtet.

Die EVG hatte mit der Bahn ein Plus von 5,1 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten vereinbart. Die prozentuale Erhöhung soll ab April greifen. Bis dahin gibt es eine Einmalzahlung von 550 Euro. Ab 2018 können 2,5 Prozent je nach Wahl des Beschäftigten auch in Freizeit ausgeglichen werden.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/dpa/AFP