Wirtschaft
Skywork war in den 80er Jahren aus einer Flugschule hervorgegangen.
Skywork war in den 80er Jahren aus einer Flugschule hervorgegangen.(Foto: dpa)
Sonntag, 29. Oktober 2017

Behörde entzieht Genehmigung: Schweizer Airline stellt Betrieb ein

Auch Berlin und andere deutsche Ziele sind betroffen: Die Flieger der Linie Skywork müssen ab heute am Boden bleiben, weil das Schweizer Luftfahrtamt an der Finanzierung des Unternehmens zweifelt. Die Airline will allerdings noch nicht aufgeben.

Noch eine Fluggesellschaft mit mehreren Flügen nach Deutschland in finanziellen Schwierigkeiten: Die kleine Schweizer Airline Skywork hat ihren Flugbetrieb vorerst ausgesetzt. Die Betriebsbewilligung fehlte, wie die Airline mitteilte. "Im Moment haben wir keinen Nachweis, dass Skywork die Finanzierung des Flugbetriebs sicherstellen kann", sagte der Sprecher des Bundesamtes für Zivilluftfahrt, Urs Holderegger, dem Schweizer Sender SRF.

"Wir von der Geschäftsleitung von Skywork Airlines arbeiten intensiv an einer Lösung", teilte Skywork-Geschäftsführer Martin Inäbnit mit. "Wir wollen nach wie vor den Finanzierungsnachweis erbringen und den Flugbetrieb weiter führen." Skywork müsse fürs Überleben sein Netz ausbauen, so Inäbnit. Die Wachstumsstrategie sei Teil des Businessplans 2018 bis 2022.

Die Airline flog bis Ende des Sommerfahrplans am Samstag 17 Ziele an. Darunter waren neben London, Wien und Mallorca auch Berlin, Hamburg, München, Sylt und Usedom. Die Hauptstadt Bern hat nur einen kleinen Flugplatz. Für Sonntag standen dort je sechs Starts und Landungen im Programm, alle von Skywork. Vorgesehen waren unter anderem je ein Hin- und Rückflug nach Berlin, Hamburg und München. Skywork hat fünf kleinere Passagier-Maschinen und etwa 120 Mitarbeiter.

Die Airline transportierte in diesem Jahr nach eigenen Angaben 140.000 Passagiere. Sie entstand in den 80er Jahren aus einer Flugschule. Der erste Linienflug ging 2009 nach Rotterdam. 

Das Bundesamt hatte die Befristung der Flugbewilligung im Oktober mit dem fehlenden Nachweis der Finanzierung begründet: "Die Fluggesellschaft kann zum aktuellen Zeitpunkt die Finanzierung des Winterflugplans 2017/18 nicht mehr gewährleisten. Sollte in der Zwischenzeit eine neue Finanzierungsgrundlage gefunden werden, kann der Flugbetrieb aber weitergeführt werden", teilte sie mit.

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Quelle: n-tv.de

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