Wirtschaft

Finanzexperten berechnen Schaden Shutdown kostet USA elf Milliarden Dollar

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Der Shutdown in den USA ist vorerst beendet. Der verabschiedete Übergangshaushalt gilt nur bis zum 15. Februar.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der längste Regierungsstillstand der US-Geschichte ist überstanden, seine Konsequenzen werfen jedoch bereits ihre Schatten voraus. Der US-Wirtschaft entgehen mehrere Milliarden Dollar. Die Summe hätte gereicht, um die Hälfte der von Trump verlangten Grenzmauer zu finanzieren.

Durch die fünfwöchige Haushaltssperre in den USA ist die Wirtschaft des Landes nach Schätzung von US-Experten im Volumen von etwa elf Milliarden Dollar (9,6 Milliarden Euro) geschwächt worden. Für seine Mauer an der Grenze zu Mexiko hatte Präsident Donald Trump die Summe von 5,7 Milliarden Dollar verlangt. Der Streit um die Mauer-Milliarden hatte die längste Etatblockade der US-Geschichte ausgelöst.

Laut der Schätzung durch das unabhängige Haushaltsbüro des Kongresses lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal um etwa drei Milliarden Dollar niedriger, als es ohne die Finanzblockade für die Bundesbehörden gewesen wäre. Im ersten Quartal wurde das BIP demnach um rund acht Milliarden Dollar reduziert.

Die Experten gehen allerdings davon aus, dass der gesamtwirtschaftliche Schaden des Shutdown im weiteren Jahresverlauf großteils kompensiert werden kann. Unter dem Strich werde ein Minus von drei Milliarden Dollar oder 0,02 Prozent des BIP übrig bleiben.

Shutdown betraf 800.000 Menschen

Dies ist aber immer noch mehr als die Hälfte als die von Trump verlangte Summe für die Grenzmauer. Zudem ist in dieser Kalkulation vorausgesetzt, dass es keine weiteren Shutdowns gibt. Trump hat aber bereits mit einer weiteren Haushaltssperre gedroht, da ihm der Kongress aufgrund des Widerstands der oppositionellen Demokraten nach wie vor keine Gelder für die Grenzmauer bereitgestellt hat.

Von dem Shutdown betroffen waren etwa ein Viertel der Bundesbehörden mit rund 800.000 Bediensteten. In direkte Mitleidenschaft gezogen wurden zudem zahlreiche Privatfirmen, die für die Regierung arbeiten. Einige dieser Firmen würden "ihre verlorenen Einnahmen nie wiedergewinnen" können, konstatierten die Haushaltsexperten in ihrem Bericht.

Der Shutdown war Ende vergangener Woche aufgrund einer zwischen Trump und den Demokraten erzielten Vereinbarung beendet worden - allerdings nur vorläufig. Der verabschiedete Übergangshaushalt gilt nur bis zum 15. Februar. Bis dahin soll ein Vermittlungsausschuss über Maßnahmen zur Grenzsicherung verhandeln.

Quelle: n-tv.de, mba/AFP

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