Wirtschaft

Planungen mit Notenbank abgestimmt Sicherheitsfirma hat Hellas-Notfallplan

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Pensionäre warten Ende Mai auf die Öffnung einer Bank.

(Foto: REUTERS)

Nach dem Reform-Vorschlag aus Athen sind alle Seiten um eine Entspannung der Lage bemüht. Die Lage der Banken festigt sich. Doch für den Fall der Fälle ist eine britische Firma gerüstet. Sie verfügt bereits über Erfahrungen aus einem ähnlichen Fall.

In Griechenland bereitet sich die britische Sicherheitsfirma G4S mit einem Notfallplan zur Bargeldversorgung auf eine akute Bankenkrise vor. Wie der zuständige Manager Andreas Paterakis mitteilte, sind Vorkehrungen für den Ernstfall getroffen worden. Darin sei geregelt, wie viel Bargeld bei Bedarf zu den jeweiligen Standorten transportiert werden müsse: "Alles, was wir planen, ist mit der Notenbank abgestimmt und von ihr abgesegnet."

Das Unternehmen hat bereits in Zypern während der Bankenkrise 2013 dafür gesorgt, dass die Bargeldversorgung nicht zusammenbrach. In Griechenland arbeitet die Firma nach eigenen Angaben bereits mit dem Großteil der Geldinstitute zusammen.

Lage nicht mit Zypern vergleichbar

Wegen der drohenden Staatspleite räumen viele Griechen derzeit ihre Konten. Die Bargeldabhebungen in Höhe von mehr als vier Milliarden Euro in der vorigen Woche markierten laut Paterakis eine kritische Phase. Über das Wochenende habe sich die Lage allerdings entspannt. Am Montag sei das Volumen aber auf 500 Millionen bis 700 Millionen Euro zurückgegangen, hieß es aus Bankkreisen.

Anders als während der Zypern-Krise sei die Lage in Griechenland noch nicht dramatisch, so der G4S-Manager. Auch sei bislang keine Hilfe von Polizei oder Armee nötig gewesen. Doch wenn größere Geldsummen bewegt werden müssen oder Transporte in abgelegene Gegenden anstehen, dürfte eine Polizeieskorte durchaus angebracht sein.

Derweil hat die Europäische Zentralbank (EZB) den griechischen Banken erneut einen erhöhten finanziellen Spielraum eingeräumt. Wie ein griechischer Bankoffizieller sagte, genehmigte die EZB die Aufstockung des Notkreditrahmens für die Geschäftsbanken durch die Zentralbank des Landes. Es war die dritte Anhebung in drei Tagen. Die Athener Zentralbank reagierte damit auf die offenbar massiven Geldabhebungen der Griechen.

Quelle: ntv.de, jwu/rts