Wirtschaft

Kursgewinne zum Start Sixt Leasing fährt aufs Börsenparkett

Einen Millionenerlös spielt der Börsengang von Sixt Leasing ein. Das mehrfach überzeichnete IPO kann zudem mit einem Kursplus zu Beginn aufwarten.

Einen Tag nach dem missglückten Börsenstart von Windeln.de debütiert Sixt Leasing auf dem Frankfurter Parkett. Der erste Kurs lag bei 20,40 Euro und damit über dem Ausgabepreis von 20,00 Euro. "Wir sind mit dem ersten Kurs durchaus zufrieden", sagt Vorstandschef Rudolf Rizzoli bei n-tv. Aus dem Handel verabschiedeten sich die Titel mit 20,29 Euro.

Laut Sixt Leasing wurden 96,7 Prozent der Aktien bei institutionellen Anlegern untergebracht, nur 3,3 Prozent Privatanlegern zugeteilt. Das Emissionsvolumen für die Leasing-Tochter des Autovermieters Sixt beläuft sich auf 247 Millionen Euro. Mit den Erlösen aus dem Börsengang will Sixt Leasing kurzfristige Finanzverbindlichkeiten reduzieren. Damit soll finanzieller Handlungsspielraum für weiteres Wachstum sowie für die Steigerung der Rentabilität durch eine Verringerung des Zinsaufwandes geschaffen werden.

Besser als Windeln.de

Sixt Leasing hat im vergangenen Jahr mit fast 100.000 Flottenmanagement- und Leasingverträgen 575 Millionen Euro erwirtschaftet und vor Steuern 25,6 Millionen Euro verdient. Im Rahmen des Börsengangs reduziert der Autovermieter Sixt seine Beteiligung auf 40 Prozent.

Sixt Leasing ist der bislang dritte größere Börsengang in diesem Jahr in Deutschland nach Tele Columbus im Januar und dem Online-Händler Windeln.de am Mittwoch. Letzteres Börsendebüt war ernüchternd ausgefallen. Nach einem Start knapp unter dem Emissionspreis lag der Kurs der windeln.de-Aktie zum Xetra-Schluss gut 19 Prozent unter dem Ausgabepreis. Ähnlich wie Windeln.de hatte Sixt den Börsengang Mitte April angekündigt, als der deutsche Aktienindex Dax neue Rekordhochs markierte. Seitdem hat sich die Stimmung nicht nur an der deutschen Börse aber merklich eingetrübt.

Quelle: ntv.de, bad/rts