Wirtschaft

2 Flugtickets und 10.000 Dollar Spanx-Chefin spendiert Angestellten Traumreisen

Die Gründerin der Unterwäschefirma Spanx, Sara Blakely, will einen großen Deal feiern und überrascht ihre Mitarbeiter auf der Party mit Erste-Klasse-Flugtickets und großzügigem Taschengeld für alle. In einer emotionalen Rede erklärt die 50-jährige Unternehmerin, warum.

Von solchen Überraschungen aus der Chefetage träumen Arbeitnehmer in der Regel nur. Bei den Beschäftigten der Unterwäschefirma Spanx sind die Träume vergangene Woche wahr geworden. Die Unternehmensgründerin Sara Blakely spendierte ihren Mitarbeitern auf einer Party jeweils zwei Flugtickets erster Klasse sowie je 10.000 Dollar.

Anlass für die vorweihnachtliche Bescherung war die neue 1,2-Milliarden-Dollar-Bewertung des Unternehmens, nachdem der Investmentriese Blackstone eine Mehrheitsbeteiligung an dem Shapewear-Unternehmen erworben hat. Sie wolle sich bei den Beschäftigten für 21 Jahre erfolgreicher Unternehmensgeschichte bedanken, erklärte Blakely in einer Rede, die die 50-Jährige bei Instagram veröffentlichte: "Heute hier zu stehen und darüber nachzudenken, was wir schaffen konnten und was wir erreichen konnten, weil wir authentisch und freundlich sind und Frauen großartige Produkte liefern (...), dies markiert einen großen Moment für Unternehmerinnen."

Es war eine emotionale Ankündigung: "Und dann flossen wirklich die Tränen, als ich alle mit zwei First-Class-Flugtickets mit Delta in die ganze Welt und 10.000 Dollar in bar für die Reise überraschte. Ich möchte wirklich, dass jeder Mitarbeiter diesen Moment auf seine eigene Art und Weise feiert und eine Erinnerung schafft, die ein Leben lang halten wird! Prost auf 21 Jahre Magie und viele weitere, die noch kommen werden", schrieb Blakely. Im Video sind Mitarbeiterinnen zu sehen, die in großen Jubel ausbrechen.

Blakely hatte Spanx im Jahr 2000 mit nur 5000 Dollar Erspartem gegründet. Damals war sie 29 Jahre alt. Die Geschäftsidee wurde geboren, als sie die Beine ihrer Strumpfhosen abschnitt, weil sie einen Slip wollte, der ihr einen schönen Strumpfhosenhintern machte. Damals wollte sie, dass ihr Unternehmen eines Tages 20 Millionen Dollar wert sein würde. Die Leute hätten über sie gelacht, sagt sie rückblickend. Heute hat ihr Startup 750 Mitarbeiter und ist nicht millionen-, sondern milliardenschwer.

Schon 2012 würdigte das Wirtschaftsmagazins "Forbes" Blakely als jüngste Selfmade-Milliardärin der USA. Im Ranking der mächtigsten Frauen der Welt kam sie 2014 auf den 93. Platz. "Dies ist ein sehr großer Moment für jeden von euch", sagte Blakely auf der Party, "und ich möchte auf die Frauen anstoßen, die vor mir kamen und auf alle Frauen auf der Welt, die diese Gelegenheit nicht hatten". Laut "Guardian" sind Frauen in der Geschäftswelt zwar mit 50 Prozent vertreten, trotzdem gehen nur 2,3 Prozent der Risikokapitalfinanzierung an sie. Laut einer Blackstone-Mitteilung wird Blakely "eine signifikante Beteiligung" an dem Unternehmen behalten.

Quelle: ntv.de, ddi

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