Wirtschaft

US-Investor wird zur Zielscheibe Sprengsatz nahe Soros' Anwesen gefunden

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George Soros war nicht zu Hause, als das Paket mit dem Sprengsatz in seinen Briefkasten geworfen wurde.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der Nähe des Hauses von US-Philanthrop und Milliardär George Soros wird ein verdächtiges Paket entdeckt. Mitarbeiter vermuten eine Bombe in der Sendung und rufen die Polizei. Und tatsächlich: Experten müssen den Sprengsatz entschärfen.

In der Nähe des Anwesens von US-Philanthropen und Milliardärs George Soros wurde ein Sprengkörper gefunden. Der Sprengsatz befand sich in einem Paket, das an den 88-Jährigen adressiert war. Es war am Montag (Ortszeit) an seinem Wohnort in Bedford im US-Bundesstaat New York entdeckt worden, sagte eine Strafverfolgungsbehörde dem Sender CNN. Bedford liegt rund 50 Kilometer nordöstlich von Manhattan. Mit dem Wagen sind die Büros an der Wall Street in gut einer Stunde zu erreichen.

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Die Polizei erklärte zu dem Vorfall, dass zu Wochenbeginn zunächst nur ein Anruf bei ihnen eingegangen sei. Der Anrufer berichtete von einem verdächtigen Paket im Briefkasten des Milliardärs. Ein Mitarbeiter Soros' hatte das Päckchen geöffnet und den Sprengsatz entdeckt. Er legte das Paket daraufhin in einem Waldstück in der Nähe ab und rief die Polizei.

Die Behörden nehmen den Vorfall sehr ernst: Nach einer ersten Überprüfung vor Ort nahmen sich Experten den Sprengsatz vor und ließen ihn kurz darauf kontrolliert detonieren. Soros war zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht zu Hause, wie die "New York Times " berichtete. Nun befasst sich das FBI mit dem Fall. Laut CNN wollte ein Sprecher Soros' bislang keine Stellungnahme zu dem Vorfall abgeben.

Der ungarischstämmige US-Milliardär unterstützt weltweit Nichtregierungsorganisationen, die sich für Menschenrechte und Flüchtlinge einsetzen. Der Holocaust-Überlebende gilt als Hassfigur für Rechtsextremisten in Osteuropa und den USA. In seiner Heimat Ungarn war er Ziel scharfer Angriffe der Regierung. Der rechtsnationale Ministerpräsident Viktor Orban hatte den 88-Jährigen gar zum "Staatsfeind Nummer 1" erklärt.

Auch US-Präsident Donald Trump ist nicht gut auf Soros zu sprechen. Trump hatte zuletzt behauptet, der Philanthrop habe Proteste gegen den umstrittenen Juristen Brett Kavanaugh initiiert. Soros hatte im US-Wahlkampf 2016 Hillary Clinton unterstützt. Im Internet kursieren Vorwürfe, die den Milliardär zudem mit dem Flüchtlingsmarsch aus Mittelamerika in Richtung USA in Verbindung bringen.

Quelle: n-tv.de, kpi

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