Wirtschaft

Bund und Land springen ein Staatshilfen retten Modemarke Tom Tailor

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Tom Tailor betreibt weltweit über 400 Einzelhandelsgeschäfte.

(Foto: imago images/Passion2Press)

Das Modeunternehmen Tom Tailor fährt jährlich einen dreistelligen Millionenumsatz ein. Die Corona-Krise macht den Hamburgern aber zu schaffen. Nur mit staatlicher Hilfe kann der Betrieb nun weiterlaufen.

Die in der Corona-Krise in Schieflage geratene Modemarke Tom Tailor mit ihren rund 3400 Mitarbeitern wird durch Staatshilfen gesichert. Wie die Hamburger Tom Tailor Holding mitteilte, hätten Bundesregierung und die Länder Hamburg und Nordrhein-Westfalen der Tom Tailor GmbH eine Bürgschaft in Höhe von 100 Millionen Euro zugesagt. Die besicherte Finanzierung habe eine Laufzeit bis Ende September 2024.

Auch die Banken hätten sich grundsätzlich bereit erklärt, bis dahin alle Kreditlinien mit einem Volumen von insgesamt 355 Millionen Euro zu weitgehend unveränderten Konditionen zu verlängern. Zudem wolle der Mehrheitsaktionär der Holding, die chinesische Fosun International Limited, die Laufzeit eines der Tom Tailor GmbH gewährten Darlehens in Höhe von 28,5 Millionen Euro bis Ende 2024 verlängern, hieß es.

Eine für die ebenfalls zur Tom Tailor Holding gehörende Bonita GmbH beantragte Bürgschaft sei hingegen nicht zugesagt worden. Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit sollte den Angaben zufolge noch ein Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung für das Unternehmen in Hamminkeln in Nordrhein-Westfalen mit gut 2400 Mitarbeitern beantragt werden.

Zudem sei aufgrund der Verpflichtungen gegenüber der Bonita GmbH eine Insolvenz bei der Tom Tailor Holding SE unausweichlich. "Der Vorstand der Gesellschaft hat daher entschieden, heute beim zuständigen Amtsgericht Hamburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zu beantragen", teilte der Konzern mit.

Tom Tailor hatte das Geschäftsjahr 2019 im Rahmen der Erwartungen abgeschlossen.Der Konzernumsatz betrug rund 803 Millionen Euro. 4,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Dachmarke betreibt über 400 Einzelhandelsgeschäfte, 180 Franchise-Stores und rund 2400 Shop-in-Shop-Flächen.

Quelle: ntv.de, mba/dpa