Wirtschaft

Starlink droht KonkurrenzAmazon will Satellitenfirma Globalstar übernehmen

02.04.2026, 18:00 Uhr
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Starlink Satellit
Ein Satellit von Starlink umkreist die Erde. Das US-Unternehmen bietet Mobilfunk- und Internetverbindungen aus dem All an.

Neues vom Weltall-Wetteifern der Tech-Milliardäre Jeff Bezos und Elon Musk: Der Amazon-Gründer will der Satellitenfirma Starlink Konkurrenz machen. Mit dem geplanten Kauf des Unternehmens Globalstar soll die Aufholjagd beginnen.

Im Orbit könnte es künftig noch enger werden, denn Amazon plant im Satellitengeschäft durchzustarten. Durch eine milliardenschwere Übernahme soll der Konzern von Milliardär Jeff Bezos zu Elon Musks Starlink aufschließen. Der Online-Händler wolle den Satellitenbetreiber Globalstar übernehmen, berichtet nun die "Financial Times" unter Berufung auf Insider.

Die Verhandlungen seien jedoch komplex, unter anderem weil Apple 20 Prozent an Globalstar halte. Amazon wollte sich dazu nicht äußern und Globalstar war für eine Stellungnahme bisher nicht zu erreichen.

Die Globalstar-Aktien stiegen nach Bekanntwerden der Pläne um knapp zwölf Prozent im vorbörslichen Handel an der Wall Street. Damit klettern die Wertpapiere auf ein 18-Jahres-Hoch von 76,50 US-Dollar. Das Unternehmen erreicht einen als Marktkapitalisierung bezeichneten Gesamtwert an der Börse von etwa 9,8 Milliarden US-Dollar. Amazon-Titel gaben dagegen knapp zwei Prozent nach.

Zu Amazons 210 Satelliten für Daten- und Sprachübertragungen kämen durch die Übernahme 88 Stück von Globalstar hinzu. Das zeigen Zahlen des Branchendiensts Satellitemap.

Amazons Pläne im Orbit reichen ins Jahr 2019 zurück. In der finalen Ausbaustufe des ursprünglich "Kuiper" genannten Projekts "Leo" sollen 3200 Satelliten Kommunikationsverbindungen ermöglichen. Damit wäre Leo der größte Konkurrent von Starlink. Die Firma des Milliardärs Elon Musk ist Weltmarktführer mit mehr als 10.000 aktiven Satelliten. Starlink steuert 50 bis 80 Prozent zum Umsatz des Mutterkonzerns SpaceX bei. Dieser steht vor einem Mega-Börsengang.

Mobilfunk- und Datenverbindungen über Satellit gewinnen für zivile und militärische Anwendungsbereiche zunehmend an Bedeutung. So spielt Starlink im Ukraine-Krieg eine wichtige Rolle. Daneben kooperieren die Deutsche Telekom und ihre Tochter T-Mobile mit dem US-Unternehmen, um in abgelegenen Gebieten Satellitenverbindungen über herkömmliche Smartphones zu ermöglichen. Europa will seine technologische Unabhängigkeit mit dem Aufbau eines eigenen Netzwerks "Iris²" sicherstellen.

Quelle: ntv.de, pte/rts

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