Wirtschaft

Branche zittert vor Lockdown Stornowelle erfasst Weihnachtsgastronomie

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Hotels und Gaststätten haben sich zu früh gefreut: Wegen der Corona-Lage hagelt es Absagen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Weihnachtsfeier mit den Kollegen? Danach sieht es derzeit nicht aus. Hoteliers und Gastwirte bekommen die anziehenden Inzidenzen zu spüren: Eine Stornowelle fegt die Hoffnungen auf ein gutes Geschäft hinweg. Einige Bundesländer sind besonders betroffen.

Eine Stornierungswelle wegen steigender Corona-Fälle bringt Hoteliers und Restaurantbesitzer im wichtigen Weihnachtsgeschäft in arge Bedrängnis. Die Branche habe vom 1. bis 15. November 28,2 Prozent weniger umgesetzt als im November des Vorkrisenjahres 2019, erklärte der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga).

"Das für die Branche so wichtige Weihnachtsgeschäft droht komplett wegzubrechen, wir erleben erneut eine Absagewelle", sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick. "Mit Blick auf steigende Infektionszahlen und die damit einhergehenden strengeren Zugangsregeln nehmen die Verunsicherung und die Existenzsorgen der Betriebe wieder zu."

Umso wichtiger seien eine Verlängerung des Kurzarbeitergeldes sowie der Überbrückungshilfe III plus bis Ende März. Die Branche hat unter den Corona-Einschränkungen 2020 und 2021 extrem gelitten. "Einen Lockdown für Geimpfte und Genesene im Gastgewerbe darf es nicht mehr geben", warnte Zöllick mit Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz am morgigen Donnerstag.

"2G besser als Lockdown"

Eine 2G-Regel, die die meisten Bundesländer eingeführt haben und wonach nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt haben, sei besser als ein Lockdown. Dass sich diese Personen aber zusätzlich testen lassen sollten, lehnte Zöllick ab. "2G Plus ist keine Lösung für Restaurants und Hotels." Dies käme einem Lockdown für die Branche gleich. Hotels und Restaurants seien keine Pandemietreiber.

Fast neun von zehn Unternehmen berichten von coronabedingten Stornierungen von Weihnachtsfeiern, wie aus einer Dehoga-Umfrage unter 6870 Betrieben hervorgeht. Fast jede zweite Feier (45,3 Prozent) wurde demnach schon abgesagt. "Auch im Veranstaltungs- und Tagungsbereich hagelt es Absagen." In 85,5 Prozent der Betriebe wurden Events storniert. Gut 80 Prozent der Beherbergungsbetriebe beklagen Stornierungen von Übernachtungen von Geschäftsreisenden und Touristen. Viele Absagen registrieren laut Dehoga Betriebe in Sachsen, Bayern und Thüringen.

Quelle: ntv.de, mau/rts

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